Mausfehler verhindern bessere Platzierung

Von Borkener Zeitung / pd

Wegen der Coronavirus-Pandemie musste die Deutsche Schulschachmeisterschaft online ausgetragen werden. Dabei holte das Schachteam der Sebastianschule einen Platz im unteren Mittelfeld. Mausfehler verhinderten ein besseres Ergebnis.

Mausfehler verhindern bessere Platzierung

Die Grundschüler haben bei der Deutschen Meisterschaft am Computer gegen ihre Gegner gespielt.

RAESFELD. Das Schachteam der St.-Sebastian-Schule hatte ursprünglich geplant, im Mai für vier Tage nach Thüringen zu fahren. In Friedrichroda war die Deutsche Schulschachmeisterschaft geplant, bei der die Raesfelder Grundschule in den Vorjahren regelmäßig vertreten war. Coronabedingt wurden die NRW-Landesmeisterschaft und das Turnier in Friedrichroda abgesagt. Da der Veranstalter, die Deutsche Schachjugend, das Turnier nicht ins kommende Schuljahr verschieben konnte, wurde die Deutsche Meisterschaft erstmals online ausgetragen.

Der Landesschachverband habe mit den Grundschulen aus Raesfeld und Dortmund-Kirchhörde zwei Schulen als Vertreter aus NRW nominiert, bei denen Schach als Schulfach auf dem Stundenplan steht, heißt es. 24 Teams aus 15 Landesverbänden waren am Start.

Zwei Nachmittags im Computerraum

An zwei Nachmittagen trafen sich die Kinder im Computerraum der Sebastianschule, um im Viererteam auf Chessbase, einer Online-Schachsoftware, im virtuellen Spiellokal gegen jeweils vier Spieler einer anderen Schule am Computer im Schach anzutreten. Mit 12,5 Brettpunkten aus sieben Runden (zwei Mannschaftssiege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen) landete die Mannschaft im unteren Mittelfeld, auf Platz 16. Allerdings hatten die Schüler nicht nur mit den Gegenspielern zu kämpfen, sondern auch mit der Technik. Durch drei „Mausfehler“, bei denen beim Ziehen mit der Maus die Figur zu früh losgelassen wurde oder abgerutscht war, gingen in den letzten Partien Siegpunkte verloren, was den anvisierten Platz unter den ersten Zehn der Tabelle kostete.

Atmosphäre ist nicht vergleichbar

Schachlehrer und Betreuer Manfred Grömping freut sich, dass es der Deutschen Schachjugend trotz der Pandemie gelungen ist, den Kindern ein Meisterschafts-Erlebnis zu ermöglichen. Obwohl ein Online-Turnier nicht die Atmosphäre einer Meisterschaft mit direkten Spielen bieten könne.

Dem Raesfelder Schachteam gehörten an: Sebastian Föing, Jonathan Eilhardt, Justus Gesing, Gero Terhart, Vincent Klein und Haidara Meree. Deutscher Meister wurde die Pestalozzigrundschule aus Kaiserslautern vor der Dreieins-Grundschule aus Berlin.

Weitere Raesfelder Spieler: Die Julia-Koppers-Gesamtschule vertrat das Land NRW bei den Mädchenmeisterschaften und erreichte mit einem Team aus ehemaligen Sebastianschülerinnen Platz fünf unter 14 Mannschaften.