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Leserbriefe

„Klimaschutz predigen, aber im eigenen Haus klimaschädlich handeln“

Klimaschutz

Mittwoch, 8. Mai 2019 - 11:35 Uhr

von Birgit Nebel (aus Heiden)

Leserbrief zur BZ-Berichterstattung über das Klimaschutzkonzept der Stadt Borken.

Foto: Schönherr

Ein kleiner, aber schöner Beitrag zum Klimaschutz: die Blumenwiese an der Mühlenstraße, wo im vergangenen Jahr Häuser abgerissen wurden.

In Ergänzung zum Leserbrief von Herrn Kranenburg, der völlig zurecht auf die klimaschädliche Produktion von Zement hinweist, möchte ich anmerken, dass insbesondere vor diesem Hintergrund Neubauaktivitäten anstelle der Nutzung leer stehender Gebäude viel kritischer hinterfragt werden müssen.

Beispielhaft sei das Rathaus in Borken genannt: Warum soll ein neues Bürogebäude entstehen, obwohl in unmittelbarer Nähe zum Rathaus ein Bürogebäude leer steht (Butenwall, Matratzen Concord), welches mit sicherlich überschaubarem Aufwand nutzbar gemacht werden könnte? Wäre es sehr problematisch, einzelne Abteilungen dorthin auszugliedern? Dies funktioniert in anderen Städten doch auch. Nein, stattdessen sollen wieder einmal viele und zum Teil sehr alte Bäume gefällt werden und ein Neubau entstehen, der begrenzte Ressourcen verbraucht und um ein vielfaches teurer wird als die Renovierung und Nutzung eines bereits bestehenden Bürogebäudes.

Dies zeigt mal wieder, wie heuchlerisch die Politik sein kann: Klimaschutz predigen, aber im eigenen Haus Maßnahmen als alternativlos bezeichnen und klimaschädlich handeln. Ich würde mich freuen, wenn die Fridays for Future-Bewegung aus Borken sich nicht mit warmen Worten zufrieden stellen lassen wird und die Politik immer wieder auf die Möglichkeiten zur Vermeidung klimaschädlicher Projekte hinweist.

Spätestens bei der nächsten Kommunalwahl haben die jungen Leute nämlich auch die Möglichkeit, mit ihren Kreuzen für eine umweltfreundlichere Politik zu stimmen.


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