„Entlang der Bundesstraße gibt es keinen Radweg“

Von Rolf Begemann, Raesfeld

Leserbrief zu den Berichten „Falschparker gefährden Radfahrer“ und „Keine Parkplätze an der B224 geplant“:

„Entlang der Bundesstraße gibt es keinen Radweg“

Um es einmal klarzustellen:

Es gibt neben der Bundesstraße 224 im Bereich der Erler Heide bis zur Kreuzung der B58 keinen Radweg.

Die Radfahrer auf der B224 müssen – wie auf allen anderen Straßen auch – die Fahrbahn benutzen, wenn es keinen mit Verkehrszeichen ausgewiesenen Radweg gibt.

Weil im Laufe der Zeit die Fahrbahnbreite mehrfach und natürlich auch gerechtfertigt verringert wurde, ist dort für Radfahrer kaum noch genügend Platz.

Fahren auf der B224 Radfahrer, müssen überholende Fahrzeuge einen Abstand von 1,5 Meter einhalten. Das bedeutet, dass überholende Fahrzeuge über die Mittellinie hinaus ausweichen müssen. Den Randstreifen zu befahren ist nur eine scheinbar ungefährliche Alternative.

In der Mitte des Randstreifens stehen im 50-Meter- Abstand Sockelleitpfosten.

Die auf oder neben den Randstreifen parkenden Autos engen den Randstreifen

noch weiter ein. Die Autos parken aber nicht überall, sondern nur im Bereich

der Zugänge in die Erler Heide im wesentlichen im Bereich des Forsthauswegs,

des Rhader Weges und im Bereich der Brücke über die Autobahn 31.

An der Kreuzung des Rhader Weges parken die meisten Fahrzeuge. Hier liegt der Zugang zur Wildbeobachtungshütte, und hier startet ein Teil der Rotwildbeobachtungen des Regionalverbandes Ruhr (RVR).

Die Bereitstellung einer ausreichenden Anzahl von Parkplätzen könnte hier Abhilfe schaffen. Das Parkproblem am Forsthausweg ist sicher zum Teil auf die miserable Zufahrt zum davor liegenden Parkplatz zurückzuführen. Die Zufahrt ist seit Jahren mit Schlaglöchern

übersät und kaum befahrbar. Der Parkplatz ist deshalb fast immer leer.

Die Schuld an den Gefahren für Radfahrer und Spaziergänger nur den falsch parkenden Autofahrern anzulasten ist zwar einfach, löst aber das grundlegende Problem der vorhandenen Parkplatznot nicht.

Damit die B224 von Radfahren sicher genutzt werden kann, ist dafür mindestens ein Radweg erforderlich. Bis dieser angelegt ist, könnten die folgenden Maßnahmen die Situation entschärfen:

Versetzen der Sockelleitpfosten in den Grünstreifen neben dem Randstreifen; Markierung des Randstreifens als Radweg und Parkverbotsschilder im Bereich der Zugänge zur Erler Heide.

Mehr zu dem Thema lesen Sie hier

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