Leserbriefe

Die Macht der Worte

Leserbrief zum BZ-Artikel „Bürgermeisterin verurteilt Angriff“.

20.10.2019

Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing

Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing

© Peter Berger

Appell an die Bürger

Wie gut, den Appell der Bürgermeisterin Schulze Hessing zum gewalttätigen Überfall auf den jungen Mann aus Guinea zu lesen. Worte sind nicht Schall und Rauch. Worte sind wie Taten. Sie treffen, im Guten wie im Bösen. Sie können betören, verstören, lügen, sich verschwören, hetzen und verletzen, zum Mord aufstacheln. Bestialisch.

Sie können aber auch den Mensch zum Menschen machen, der spricht und zuhört, grüßt, klärt, Beistand schenkt und Trost.

Worte wahren die Erinnerung, die eigene wie die fremde. Sie formulieren und sichern das Fundament unserer staatsbürgerlichen Gemeinschaft: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“ (Grundgesetz Artikel 1).

Im Anfang war das Wort.