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Zweite Karnevalsbilanz: Mehr als 100 Einsätze

Polizei rechnet mit weiteren Anzeigen

Dienstag, 13. Februar 2018 - 14:40 Uhr

von Borkener Zeitung

Mehr als 100 Polizeieinsätze innerhalb von 24 Stunden: So sieht die Bilanz der Polizei im Kreis Borken für den Rosenmontag aus. 350 Polizisten waren an den Karnevalstagen im Einsatz. Die Polizei macht vor allem auf den starken Alkoholgenuss bei den Feiern aufmerksam.

Foto: Rentel

In Raesfeld kamen etwa 3500 Zuschauer zum Rosenmontagszug.

KREIS BORKEN. Acht Karnevalsumzüge gab es an Rosenmontag im Kreis Borken. Die Polizei war mit 350 Einsatzkräften unterwegs und zieht eine sehr durchwachsene Bilanz. Innerhalb von 24 Stunden (Montag 6 Uhr bis Dienstag 6 Uhr) gab es mehr als 100 Einsätze. Zahlreiche Strafverfahren wurden eingeleitet, teilweise auch Bußgeldverfahren. Während es in Isselburg und Weseke ruhig und entspannt zu ging. Gab es in Bocholt, Velen und Raesfeld zahlreiche Vorfälle, bei fast allen war Alkohol ein großer Grund.

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Schon die erste Bilanz zum Karnevalswochenende war nicht gut ausgefallen.

Nach den Umzügen zeigte die Polizei weiterhin Präsenz in den Städten, um bei den Feiern weiterhin ansprechbar zu sein. Zudem geht sie davon aus, dass in den kommenden Tagen weitere Anzeigen bei den Dienststellen eingehen werden.

Etwa 50.000 Narren feierten beim Rosenmontagszug in Bocholt. Zu 25 Einsätzen musste die Polizei ausrücken. Die Beamten nahmen einen Jugendlichen zum Schutz der eigenen Person in Gewahrsam und erteilten acht Randalierern Platzverweise. Es wurden zwei Strafverfahren wegen Sachbeschädigungen und eines wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Hinzu kommt ein Bußgeldverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, heißt es im Bericht der Polizei.

Ohne Karnevalsbezug war die Festnahme einer 30-jährigen Frau aus Bocholt. Gegen die 30-Jährige bestanden Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Münster (sieben Monate Freiheitsstrafe wegen Entziehung elektrischer Energie und vier Monate Freiheitsstrafe wegen Diebstahls). Die Frau wurde auf der Osterstraße durch am Karnevalszug eingesetzte Polizeibeamte erkannt und festgenommen.

Landjugend stoppte Raesfelder Zug

Raesfeld: Hier wird die Zahl der Zuschauer auf etwa 3.500 geschätzt. Die Polizei musste 16 Personen in Gewahrsam nehmen und sieben Platzverweise aussprechen. Fünf Strafverfahren wurden eingeleitet unter anderem wegen Hausfriedensbruch, Beleidigung und wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Hinzu kommen sieben Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Urinierens in der Öffentlichkeit. Fünf Personen hatten so viel Alkohol getrunken, dass sie vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Die Polizei weist in ihrer Bilanz auch auf die Aktion der Landkugend hin. Diese hatte gegen 13.30 Uhr kurzeitig den Zug gestoppt, da sie (nach dem derzeitigen Wissensstand) mit den Ausschlüssen anderer Landjugendverbände von Karnevalsumzügen nicht einverstanden waren. Neben dem Ausschluss eines Karnevalswagens beim Gescherer Umzug (durch die Polizei in Einverständnis mit dem Veranstalter), hatte der Veranstalter des Südlohner Umzuges zwei Wagen ausgeschlossen (der Grund war übermäßiger Alkoholkonsum), schreibt die Polizei zu dem Vorfall.

Der übermäßige Alkoholkonsum hatte auch beim Raesfelder Umzug dafür gesorgt, dass die Polizei nach ruhigem Beginn vermehrt einschreiten musste.

Der Zug in Velen wurde von etwa 2.500 Zuschauern begleitet. Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass bei Jugendschutzkontrollen viele Jugendliche mit Spirituosen angetroffen wurden. So konnten knapp 50 Liter alkoholischer Getränke „aus dem Verzehr genommen werden“, schreibt die Polizei.

In Isselburg säumten rund 4.000 Zuschauer die Straßen beim Umzug. Die Polizei musste nicht einschreiten.

Wie in Isselburg musste die Polizei auch in Weseke nicht einschreiten. Die Zuschauerzahl wird mit etwa 2.500 angegeben.

Etwa 15.000 Menschen hatten den Karnevalszug in Stadtlohn besucht. Die Polizei musste drei Strafverfahren (sexuelle Belästigung, Diebstahl und Verstoß gegen das Waffengesetz) einleiten. Hinzu kommt eine Anzeige wegen Urinierens in der Öffentlichkeit. Bei Jugendschutzkontrollen wurden geringe Mengen Spirituosen „aus dem Verzehr genommen“. Die Polizeibeamten sprachen zehn Platzverweise aus.

Die Zuschauerzahl in Wüllen wird auf knapp 8.500 und die in Ottenstein auf ca. 7.500 geschätzt. Bis auf einen Deichselbruch eines Karnevalwagens beim Umzug in Ottenstein gibt es keine Besonderheiten zu vermelden.


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