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Was macht eine Kuh aus: Neun nette Fakten

Thema des Tages Die Kuh / Kühe mögen Musik

Freitag, 10. Juli 2020 - 17:00 Uhr

von Borkener Zeitung / Edgar Rabe

Heute ist der „Ehrentag der Kuh“. Dieser spezielle Tag für Kühe verdeutlicht deren gewichtige Rolle in unserem täglichen Leben und wird jährlich am zweiten Freitag im Juli gefeiert. Daher widmen wir uns im Thema des Tages der Kuh und beleuchten das Tier, seine Haltung und Vermarktung aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Dieses Mal stellen wir ein paar Besonderheiten der Kuh vor.

Foto: Lilly Schmidt

Neun Fakten über Kühe, die Sie vielleicht noch nicht kennen. Das österreichische Online-Portal „weekend.at“ hat sich um die Beonderheiten der Kuh gekümmert:

Höhenangst: Schwer zu glauben – aber Kühe sollen, wie manche Menschen auch, unter Höhenangst leiden.

Treppen steigen: Es ist wohl ein Mythos: Kühe können Treppen hinauf, nicht aber wieder hinabsteigen. Wie bitte – und ist da wirklich was dran? In der Tat sollen Kühe keine Probleme damit, haben, eine Treppe zu besteigen, der Abstieg falle ihnen aber schwer – zum einen aufgrund ihrer Höhenangst, zum anderen, weil sie ihre Knie nicht optimal beugen können. Okay, wem ist schon einmal eine Kuh auf der Treppe begegnet?!

Foto: Colourbox

Erlesener Musikgeschmack: Kühe sollen einen ausgezeichneten Musikgeschmack haben. Laut einer US-Studie sollen Kühe um 7,5 Prozent mehr Milch geben, spielt man ihnen klassische Musik vor. Deutsche Wissenschaftler versuchten 1998, die Tiere hingegen auf den Geschmack von Schlagermusik zu bringen, die „Wildecker Herzbuben“ mussten dafür herhalten und siehe da: Die 180 Kühe gaben um 2,5 Prozent weniger Milch, so weekend.at.

Foto: Colourbox

Beste Freundin: Kühe seien sehr soziale Tiere und sollen eine „beste Freundin“ haben. Dabei seien sie durchaus wählerisch, schließlich hängt es sich nicht mit jeder Kuh gleich gut ab. Trennt man befreundete Tiere, sei der Kummer bei beiden wirklich groß.

Sabber, sabber: Bis zu 200 Liter Speichel produziert eine Kuh – täglich. Der Speichelfluss wird aber nicht beim Anblick von frischem Gras ausgelöst – nein: Der Grund für diese Speichelmenge ist das Wiederkäuen. Rund neun Stunden täglich kaut eine Kuh jeden Tag vor sich hin und macht dabei rund 30.000 Kaubewegungen.

Foto: Colourbox

Moo, muu, meuh: Kühe machen Muh? Nicht überall! In Spanien machen Kühe muuuu, in England moo, in den Niederlanden boeh, in Norwegen bø und in Ungarn bú. Besonders akademisch sollen jedoch die finnischen Kühe klingen. Sie machen klangvoll ammuu.

Kühe haben Heimweh: Nicht nur Menschen, auch Kühe vermissen ihr angestammtes Zuhause. Festgestellt hat das im Jahr 1798 der Naturforscher Johann Gottfried Ebel. Er schreibt: „Wenn Kühe von Alpenzucht, aus dem Geburtsland entfernt, diesen Gesang hören, werfen (sie) augenblicklich den Schwanz krumm in die Höhe, fangen an zu laufen, zerbrechen alle Zäune und Gatter und sind wild und rasend.“

Foto: Colourbox

Das passt auf keine Kuhhaut: Das bekannte Sprichwort stammt aus dem Mittelalter. Die Menschen waren überzeugt davon, dass der Teufel über jede kleine Verfehlung Buch führte. Dabei nutzte er das zu dieser Zeit übliche Pergament, das aus Kuhhaut bestand. Sündigte ein Mensch jedoch allzu häufig, dann passten seine Schandtaten irgendwann natürlich auf keine Kuhhaut mehr, schreibt weekend.at.

Foto: Colourbox

Literarisch gewürdigt: Die Bibliotheken quillen nicht gerade über vor Kuh-Literatur. Doch so bekannte Líteraten wie Bertolt Brecht und Friedrich Nietzsche nahmen sich schon der Kuh an. Von Brecht stammt das Sonett „Kuh beim Fressen“, das mit den Worten „und (sie) nützt die Abendstimmung aus und scheißt“ endet.

Und auch der große Philosoph Friedrich Nietzsche sah in den Tieren ein großes Potenzial. So ist in „Also sprach Zarathustra“ zu lesen: „So wir nicht umkehren und werden wie die Kühe, so kommen wir nicht in das Himmelreich.“ Und: „Es ist nicht mehr wahr, dass die Armen selig sind. Das Himmelreich aber ist bei den Kühen“, dichtete Nietzsche einst.