Kreis BorkenFREI

So findet man die Defibrillatoren

„Woche der Wiederbelebung“ /

Freitag, 23. September 2022 - 12:00 Uhr

von Borkener Zeitung

Zur „Woche der Wiederbelebung“ gibt der Kreis in einer fünfteiligen Serie Tipps zum Thema. Heute: Wo findet man die Defibrillatoren?

Am Haus Wilmers ist der Defibrillator außen angebracht.

KREIS BORKEN. Ein „automatisierter externer Defibrillator“ (AED) kann bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand über Leben und Tod mitentscheiden. Das Gerät, das aussieht wie ein Verbandskasten oder kleiner Werkzeugkoffer, gibt kontrollierte Stromstöße ab und kann bei der Wiederbelebung eines Menschen in Kombination mit der Herzdruckmassage eingesetzt werden. Rund 220 zugängliche AEDs sind bereits im Kreis Borken an öffentlichen Plätzen, in Gebäuden und bei Firmen angebracht, sodass Ersthelfer darauf in einer Notfallsituation schnell zugreifen können.

Mindestens zwei Ersthelfer vor Ort

Wichtig zu beachten sei, so der Kreis, dass ein AED jedoch nur zum Einsatz kommen sollte, wenn sich mindestens zwei oder mehr Personen am Notfallort befinden und Erste-Hilfe-Leistungen vornehmen. Denn: Die Herzdruckmassage darf nicht unterbrochen werden, um einen AED vom nächstgelegenen Standort zu holen.

Alle Geräte in einer Datenbank gebündelt

Der Kreis Borken hat in einer AED-Datenbank die Standorte und Eckdaten – beispielsweise die genaue Adresse, die Platzierung an oder im Gebäude sowie die Verfügbarkeit – bereitgestellt. Diese Datenbank ist in einer interaktiven Karte als Geodaten-Atlas auf der Internetseite des Kreises Borken unter www.kreis-borken.de/defibrillatoren zu finden.

Corhelper wird alarmiert

Einen entscheidenden Beitrag leiste diese AED-Datenbank auch für die Ersthelfer-App „Corhelper“, denn: Im Falle eines Reanimations-Einsatzes wird durch die Leitstelle des Kreises Borken neben dem Rettungsdienst auch ein in der Nähe befindlicher Corhelper zum Patienten geschickt, sodass dieser mit sofortigen Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen kann. Wenn ein Defibrillator in der Nähe ist, benachrichtigt die Leitstelle zeitgleich einen weiteren Corhelper und lotst diesen auf dem Weg zur Einsatzstelle zum nächsten AED-Standort, sodass dieser das Gerät zum Patienten mitbringen kann.

Die Fachabteilung Rettungsdienst des Kreises Borken bittet darum, AEDs, die in Firmen, Gebäuden oder an anderen frei zugänglichen Orten angebracht sind, in der AED-Datenbank zu registrieren. „Es ist wichtig, dass die AED-Datenbank auch weiterhin ausgebaut wird, sodass in einer Notfallsituation der nächste AED nicht weit entfernt ist“, sagt Louisa Decking von der Fachabteilung Rettungsdienst der Kreisverwaltung.

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Defibrilator im Haus der Begegnung