Kreis BorkenFREI

Prioritätsgruppe 3: Bescheinigungen führen nicht automatisch zu einer Impfung

Vorgaben des Landes sind abzuwarten

Dienstag, 4. Mai 2021 - 15:02 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

Die ersten Personen der Prioritätsgruppe 3 haben ihre Erstimpfung erhalten. Eine Bescheinigung, die ein Betrieb einem Beschäftigten ausstellt, führt derzeit aber noch nicht automatisch zu einer Impfung.

Foto: BZ-Archiv

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KREIS BORKEN. Derzeit laufen die Impfungen der Personen der in der Corona-Impf-Verordnung benannten Prioritätsgruppe 2. Weil diese bereits sehr weit fortgeschritten sind, konnten inzwischen auch erste Personengruppen der Prioritätsgruppe 3 geimpft werden. Dazu zählen Feuerwehrleute, Polizisten sowie Lehrkräfte der weiterführenden Schulen.

Ergänzend dazu können sich nun auch die Beschäftigten im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels auf der Internetseite des Kreises Borken registrieren. Zwar sind im entsprechenden Paragraphen 4 der Impf-Verordnung des Landes zudem weitere Berufsgruppen genannt, die ebenfalls ein Impfangebot bekommen sollen. Diese Berufsgruppen sind allerdings noch nicht im Einzelnen bestimmt. Ferner ist dann von Personen „in besonders relevanten Positionen“ die Rede. Hierzu steht die Definition des Landesgesundheitsministeriums (MAGS) noch aus. Darauf weist der Kreis Borken aus gegebenem Anlass nochmals ausdrücklich hin. Deswegen führe eine Bescheinigung, die ein Betrieb einem Beschäftigten ausstellt, derzeit auch noch nicht zu einer Impfung, heißt es weiter.

Das MAGS werde zu gegebener Zeit informieren, wann weitere Personengruppen aus der Prioritätssufe 3 (§4) ein Impfangebot erhalten können. Dann würden auch die Personengruppen jeweils genauer definiert. Sobald diese Angaben vorliegen, wird der Kreis Borken entsprechend informieren.

Bescheinigung erforderlich

Darüber hinaus gibt der Kreis Borken noch einen Hinweis zu den Angehörigen pflegebedürftiger Personen, die derzeit in der Prioritätsstufe II geimpft werden: Laut CoronaImpfV haben bis zu zwei enge Kontaktpersonen von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen über 70-jährigen oder entsprechend Paragraph 3 Corona-Impf-Verordnung vorerkrankten Person eine Impfberechtigung.

Hierbei sei entscheidend, dass es sich um eine pflegebedürftige Person handelt. Als Nachweis im Impfzentrum ist daher die Bescheinigung der Pflegekasse über einen Pflegegrad entscheidend. Derzeit machten oftmals Angehörige einen Termin im Impfzentrum, die sich um die Eltern oder Großeltern kümmern, aber keine Bescheinigung haben. Diese ist jedoch erforderlich.