Kreis BorkenFREI

Niederländer können sich im Kreis Borken kostenlos testen

Ahaus Unternehmen gibt 10.000 Euro

Donnerstag, 8. April 2021 - 18:08 Uhr

von Borkener Zeitung

Seit Dienstag können Grenzpendler nur mit einem negativen Test ins Nachbarland reisen. Dies hat für einige Probleme gesorgt. Nun hat das Ahauser Unternehmen Tobit 10.000 Euro in die Hand genommen und übernimmt einen Teil der Kosten.

Foto: Sebastian Kahnert

KREIS BORKEN. Nachdem am Dienstag die Niederlande als „Hochinzidenzgebiet“ ausgewiesen wurden, benötigen von dort nach Deutschland Einreisende einen aktuellen Coronavirus-Schnelltest. Dieser ist allerdings nur für Personen, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik haben, kostenfrei. Für alle anderen, auch für Grenzpendler mit Arbeitsort in Deutschland, ist der Test hingegen kostenpflichtig.

Dies hat – gerade auch im hiesigen deutsch-niederländischen Grenzraum – bereits für viel Ärger und Verdruss gesorgt. Landrat Dr. Kai Zwicker begrüßt daher ausdrücklich die am Donnerstag bekanntgewordene Initiative des Ahauser Softwareunternehmens Tobit, in Verbindung mit interessierten Schnelltestzentren Niederländern in Deutschland bei digitaler Anmeldung über die Plattform Chayns kostenlose Tests zu ermöglichen. „Das ist eine tolle Sache, die Unternehmenschef Tobias Groten da ins Rollen gebracht hat“, so Dr. Zwicker und ergänzt: „ein erster schneller, unkomplizierter Schritt im Interesse der Betroffenen!“

Bekanntlich wickeln viele der im Kreis Borken zugelassenen Zentren die Registrierung digital über die Plattform Chayns von Tobit ab. Tobias Groten legt nun aus Privatmitteln – zunächst einmal – 10.000 Euro in einen speziellen „Topf“. Teststellen, die die voll-digitale Abwicklung von Corona-Schnelltests anbieten, bekommen aus diesem Topf einen Teil der Kosten erstattet, den anderen übernehmen die Teststellen selbst.

Sie erhalten für diesen Service kein Geld von der Kassenärztlichen Vereinigung, denn das lassen die rechtlichen Vorgaben für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt außerhalb von Deutschland nicht zu.

Wie Tobias Groten wünscht sich auch der Landrat, dass sich weitere Unternehmen und andere interessierte Personen finanziell an dieser Initiative beteiligen. Er appelliert daher an die heimischen Unternehmen und Betriebe sowie deren Verbände, sich ebenfalls auf diesem Gebiet zu engagieren.