Kreis Borken

Nach Explosionen in Beirut: Auch ein Bocholter hilft vor Ort

THW entsendet Spezialisten für Rettung und Bergung

Donnerstag, 6. August 2020 - 15:00 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

In der libanesischen Hauptstadt Beirut werden nach einer Explosion mehrere hundert Menschen in den Trümmern vermutet. Kräfte der THW-Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) fliegen im Auftrag der Bundesregierung und auf Ersuchen des Auswärtigen Amtes nach Beirut, um vor Ort zu helfen. Darunter ist auch ein Bocholter.

Foto: THW/Kai-Uwe Wärner

Kräfte der THW-Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) fliegen im Auftrag der Bundesregierung nach Beirut.

BOCHOLT/BEIRUT. Mit 50 Kräften ist am Mittwoch ein Team der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) des Technischen Hilfswerks (THW) in den Libanon geflogen worden, um nach der verheerenden Explosion in Beirut nach Verschütteten zu suchen. Mit an Bord des Fliegers ist Josef Olbing vom THW-Ortsverband Bocholt. Mindestens 130 Personen waren bei der Explosion, die einem Erbeben der Stärke 4,5 entsprach getötet, 5000 weitere teils schwerst verletzt worden.

Foto: imago images/ITAR-TASS

Viele Menschen haben ihr Zuhause verloren.

Dass zu den von der Bundesregierung geschickten Fachleuten ein Bocholter gehört, ist kein Zufall: Schon beim Tsunami 2004, oder bei den Erdbeben 2011 in Japan 2005 in Pakistan und 2003 im Iran halfen SEEBA-Spezialisten aus dem Westmünsterland mit. Von den nur drei SEEBA-Einheiten in Deutschland ist eine in Bocholt stationiert. Die anderen haben ihren Sitz in Darmstadt und im saarländischen Freisen-Nohfelden.

Foto: THW/Georgia Pfleiderer

Dieses Archivbild zeigt das SEEBA-Team 2011 nach dem Erdbeben in Japan in einer Besprechung mit den lokalen Behörden.

Spezialisten für Rettung und Bergung

In der libanesischen Hauptstadt Beirut würden nach der Explosion noch mehrere hundert Menschen in den Trümmern vermutet, heißt es in einer Pressemitteilung des THW. „Unsere Expertinnen und Experten sind gut vorbereitet und geschult, so dass sie die Bevölkerung Libanons bestmöglich bei der Bewältigung der Katastrophe unterstützen können“, sagte THW-Vizepräsidentin Sabine Lackner beim Abflug des Teams in Frankfurt. „Ich habe ihm unsere besten Wünsche mitgegeben und wir hoffen alle, dass er und alle anderen gesund nach Deutschland wiederkehren“, so Jan-Bernd Haas, Ortsbeauftragter des THW-Ortsverbandes Borken-Bocholt über seinen Kollegen.

Foto: Hassan Ammar/AP/dpa

Soldaten suchen nach der Explosion in Beirut in den Trümmern nach Überlebenden. Die THW‘ler von der Einheit SEEBA sollen ihnen dabei helfen.

Für ihren Einsatz sind Josef Olbing und die anderen SEEBA-Spezialisten mit Stromgeneratoren und Zelten, technischen Ortungsgeräten, Rettungshunden und Spezialgeräten wie hydraulischen Hebekissen, Betonkettensägen und anderen Dingen ausgerüstet. Die 70 Helfer der SEEBA werden weltweit eingesetzt und sind nach ihrer Alarmierung binnen sechs Stunden abflugbereit.

Foto: Hussein Malla/AP/dpa

Die Explosionen waren verheerend.