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Nach 31 Jahren droht die Abschiebung

Das Ehepaar Sunar, das 1988 aus dem Libanon floh, soll in die Türkei ausreisen

Dienstag, 14. Januar 2020 - 14:00 Uhr

von Renate Rüger

Die Aufregung in der Familie Sunar alias Semmo ist groß: Die 60 und 66 Jahre alten Eltern, die seit über 31 Jahren in Bocholt leben und auch gearbeitet haben, sollen in die Türkei abgeschoben werden – in ein Land, das die beiden nicht kennen und dessen Sprache sie nicht sprechen.

Foto: Rüger

Hadra Sunar (li.) hat Angst vor der Abschiebung in die Türkei. Sie sei schwer krank und könne kein Türkisch, sagt ihre Tochter Hediye Tamr. Sie zeigt den libanesischen „Laissez-passer“ laut dem ihr Vater Mohammed Semmo heißt. Als staatenloser Kurde aus dem Libanon hat sich der Obst- und Gemüsehändler 1988 in Bocholt gemeldet. Hier arbeitete er bis 1996 in Textilfabriken, von 2001 bis 2006 besaß er die Pizzeria „Sicilia“ am Nordwall.

BOCHOLT. Und das, obwohl die Mutter laut ärztlichem Attest schwer krank ist und erst kürzlich einen Schlaganfall hatte. Obwohl fünf ihrer sieben Kinder die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und auch die 12 Enkelkinder hier oder in Essen wohnen.1988 kamen die Sunars, die sich damals Semmo nannte...

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