Kreis BorkenFREI

Mehr als 100.000 Impfungen im Kreis Borken

Zwischenstand zum Impf- und Testgeschehen

Montag, 19. April 2021 - 16:59 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

Die Gesamtzahl der Erst- und Zweitimpfungen im Kreis Borken liegt über 100.000 (Stand Montag, 18. April). Das Impfgeschehen zeige bereits Wirkung: So gebe es beispielsweise keine Hotspots mehr in Alten- und Pflegeheimen.

Foto: BZ-Archiv

+++Symbolbild+++

KREIS BORKEN. Das täglich aktualisierte Internet-Dashboard des Kreises Borken enthält jetzt auch die Zahl der in den Arztpraxen vorgenommenen Impfungen. Damit ergibt sich jeden Tag eine vollständige Übersicht über das Impfgeschehen im Kreisgebiet, teilt Landrat Dr. Kai Zwicker mit. Bisher waren auf der Seite schon die Tagesmeldungen des Impfzentrums in Velen sowie der mobilen Impfteams und der Krankenhäuser veröffentlicht worden.

In diesem Zusammenhang gibt der Landrat einen Zwischenstand zum Impf- und Testgeschehen im Kreisgebiet: So liegt die Gesamtzahl der Erst- und Zweitimpfungen schon über 100.000. Mit über 79.000 Erstimpfungen verweist Zwicker auf eine gute Entwicklung: „Wenn wir künftig in ausreichendem Maße Impfstoff erhalten, wird sich diese Zahl rasch weiter deutlich vergrößern.“

Bei rund 371.000 Einwohnern liege die Impfquote bezogen auf die Erstimpfungen derzeit bei 21,4 Prozent. Berücksichtige man, dass es für die knapp 60.000 Kinder unter 16 Jahren im Kreisgebiet bislang noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt und sie daher nicht geimpft werden können, verbessere sich die Quote sogar auf etwas mehr als 25,5 Prozentm heißt es weiter.

Bei den exakt 79.549 Erstimpfungen (Stand: 18. April) ergab sich folgendes Bild:

Impfzentrum: 40.632

Mobile Teams: 27.092

Krankenhäuser: 4540

Arztpraxen: 7285

Bei den 26.567 Zweitimpfungen (ebenfalls Stand 18. April) sah es folgendermaßen aus:

Impfzentrum: 12.954

mobile Teams: 11.821

Krankenhäuser: 1774

Arztpraxen: 18

Keine Hotspots in Kitas uns Pflegeheimen

Das Impfgeschehen zeige bereits Wirkung: Hotspots in Alten- und Pflegeheimen – dort mit zum Teil drastischen Auswirkungen bis hin zu einer größeren Zahl an Todesfällen – habe es nicht mehr gegeben, seitdem die Mitarbeiterschaft sowie die Bewohner dieser Einrichtungen weitgehend geimpft worden seien. Auch das Infektionsgeschehen in den Kitas sei aktuell sehr gering. Dort verzeichne man derzeit nur wenige Einzelfälle. Dies sei sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass das Kita-Personal inzwischen ebenfalls im Rahmen von Vor-Ort-Aktionen Impfungen erhalten habe. Im gleichen Zuge seien auch die Lehrkräfte und weitere Beschäftigte der Grund- und Förderschulen geimpft worden. Zudem hätten die Beschäftigten und Bewohner der Einrichtungen der Eingliederungshilfe entsprechend der Priorisierung von Bund und Land weitgehend geimpft werden können.

227.000 Bürgertestungen

Zu den Testungen im Kreisgebiet sagt Zwicker mit Blick auf die Mitteilung des Landes von Ende letzter Woche, dass seit dem 8. März landesweit rund 4,4 Mio. kostenlose Bürgertestungen durchgeführt worden seien (umgerechnet auf die knapp 18 Mio. Einwohner von NRW ist das eine Quote von 0,24): „Bei uns im Kreis Borken waren es in diesem Zeitraum 227.000 Bürgertestungen.“ Bezogen auf die rund 371.000 Einwohner im Kreis Borken belaufe sich die Quote auf 0,61. Der Kreis Borken liege damit bei den Testungen mehr als doppelt so hoch wie der Landesschnitt.

Der Landrat führt diesen herausragenden Wert auf das inzwischen breit ausgebaute System an Schnellteststellen im Kreisgebiet zurück und erklärt: „Die Testungen sind sehr wichtig, führen sie doch zu einer Aufhellung des Infektionsgeschehens.“ Mehrere hundert Infizierte, die symptomlos, aber dennoch ansteckend waren, habe man so bereits entdecken und in Quarantäne setzen können. Gerade auch das diene der Eindämmung der Pandemie, so Zwicker.