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Kreis Borken

Masernfall in Bocholt

Mann wird im Krankenhaus behandelt

Montag, 20. Mai 2019 - 19:22 Uhr

von Borkener Zeitung / and

Ein Familienvater aus Bocholt ist an Masern erkrankt. Er wird im Bocholter St.-Agnes-Hospital behandelt. Das teilte am Montag das Kreisgesundheitsamt mit.

Foto: pd

/KREIS BORKEN. Ein Mann aus Bocholt ist an den Masern erkrankt. Offensichtlich hat er sich bei einem Besuch im osteuropäischen Ausland angesteckt. Das teilte das Gesundheitsamt des Kreises Borken am Montagnachmittag mit.

Masern gelten demnach als besonders ansteckende Infektionskrankheit. Daher befinde sich der Erkrankte im Krankenhaus und werde dort behandelt.

Zwei seiner Kinder besuchen Schulen in Bocholt. Bei einem davon besteht laut Kreis Borken ein umfassender Impfschutz. Das andere Kind sei lediglich einmal geimpft worden, so dass hier nur ein 95-prozentiger Schutz aufgebaut worden sei. Die Schulen der Kinder hätten die Eltern der betroffenen Schulklassen informiert und sie darum gebeten, den Impfschutz ihrer Kinder zu prüfen und in Zweifelsfällen Kontakt mit dem Kinder- oder Hausarzt aufzunehmen.

Zum Hintergrund heißt es laut Kreisverwaltung:

Masern sind eine besonders ansteckende Infektionskrankheit. Im Einzelfall könne der Verlauf sogar tödlich sein. Rund acht bis zehn Tage nach der Ansteckung komme es zu hohem Fieber, Husten, Schnupfen, Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum und der Augen. Erst einige Tage später bilde sich der typische Hautausschlag. Erkrankte seien schon etwa fünf Tage vor Auftreten des Hautausschlags ansteckend und danach noch weitere vier Tage. Den besten Schutz bietet eine Impfung. Kinder sollten zweimal geimpft werden, Erwachsene einmal.

Menschen, die die Masern durchgemacht haben, sind laut Kreisgesundheitsamt in der Regel lebenslang geschützt. Das Kreisgesundheitsamt Borken bittet Menschen, die Fragen zu ihrem Impfschutz oder zu dem ihrer Kinder haben, sich bei ihrem Hausarzt/Kinderarzt zu melden. Selbstverständlich sei auch das Kreisgesundheitsamt zu einer entsprechenden Beratung bereit.

Wer bei sich oder seinen Kindern Symptome bemerke, die auf eine Masernerkrankung hinweisen könnten, solle sich unverzüglich mit seinem Haus- oder Kinderarzt in Verbindung setzen. Dabei gilt laut Mitteilung ausdrücklich: Bitte melden Sie sich wegen der Ansteckungsgefahr dort immer erst telefonisch an, um das weitere Vorgehen abzusprechen. Auf keinen Fall sollte jemand, der Masern-Symptome aufweise, noch zur Schule gehen!

Schon der Verdacht auf eine Masernerkrankung ist meldepflichtig durch Arzt und/oder Labor.

Weitere Informationen zum Thema Masern gibt es auf der Website des Kreises Borken:

https://kreis-borken.de/masern

sowie in sechs verschiedenen Sprachen:

https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe 


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