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Kreis Borken

Klimaschutzpreis in Gold für Kreis Borken

Nach 2015 zum zweiten Mal „European Energy Award“

Donnerstag, 10. Oktober 2019 - 15:00 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

Erneut hat der Kreis Borken jetzt die Hürde der Zertifizierung für den „European Energy Award“ genommen. Nach der ersten erfolgreichen Auszeichnung 2015 wurden die Aktivitäten des Kreises wieder mit dem Award in Gold gewürdigt.

Foto: BZ-Archiv

+++Symbolbild+++

KREIS BORKEN. Mit dem „European Energy Award“ (EEA) werden Kommunen ausgezeichnet, die sich aktiv um den Klimaschutz bemühen und Maßnahmen zur Energieeinsparung sowie zur Förderung erneuerbarer Energien umsetzen. „Die Auszeichnung unterstreicht unseren Willen, die vom Kreistag gesteckten ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen.

Klimaschutz ist Teil der Regionalentwicklung“, betont Hubert Grothues, Vorstandsmitglied in der Kreisverwaltung, in einer Mitteilung des Kreises. „Deswegen sind Kommunen und Kreise die richtige Ebene für Klimaschutzarbeit.“ Was die Bemühungen um Klimaschutz angeht, sei das gesamte Münsterland deutschlandweit beispielhaft, ergänzt Landrat Dr. Kai Zwicker. „Alle Münsterlandkreise und die Stadt Münster haben inzwischen das Zertifizierungsverfahren mit der Auszeichnung bestanden. Das macht unsere Region einzigartig.“

Zielmarke neu gesteckt

Ein eigens hierfür gebildetes Energieteam, bestehend aus Mitgliedern des Kreistages und Fachleuten der Kreisverwaltung, Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) und Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW) unter Leitung von Kreisbaudirektor Hubert Grothues, arbeite aktiv an einer nachhaltigen kommunalen Energiepolitik. In den Blick genommen hat das Team vor allem kreiseigene Liegenschaften und Anlagen sowie die Themen Ver- und Entsorgung, Mobilität und neue Formen der Kooperation.

Rein rechnerisch werden schon heute knapp 70 Prozent der im Kreisgebiet benötigten Strommenge aus erneuerbaren Energien erzeugt, wie es heißt. Damit liege der Kreis weit über dem Bundesdurchschnitt. Bis 2030 soll dieser Anteil auf 100 Prozent steigen, so hat der Kreistag im Juli 2019 die Zielmarke neu gesteckt. Unter dem Strich habe sich der Kreis Borken das Ziel gesetzt, 2050 energieautark zu sein. „Um diese Klimaschutzziele zu erreichen, gibt es zwei Haupthebel: die Energieeinsparung und den umweltgerechten Ausbau der erneuerbaren Energien“, erläutert Edith Gülker, bei der Kreisverwaltung verantwortlich für den EEA-Prozess.

Akteure beispielhaft vernetzt

Innerhalb des energiepolitischen Arbeitsprogrammes sei die Kreisverwaltung selbst Vorbild beim Einsatz von erneuerbaren Energien, so mit einer neuen Heizungsanlage des Kreishauses. Ein Blockheizkraftwerk, das mit Deponiegas betrieben wird, versorgt das Gebäude mit Wärme und Strom. Der Kreis kann auf weitere Maßnahmen verweisen: So verlaufen beispielsweise inzwischen an mehr als 80 Prozent der Kreisstraßen Radwege.

In den kreisangehörigen Kommunen und im Kreisgebiet insgesamt seien die Akteure im Klimaschutz beispielhaft vernetzt, darüber hinaus auch im Münsterland und in ganz NRW. Etabliert haben sich inzwischen die vielfältigen Beratungsangebote, die Projekte Alt-Bau-Neu für Bürger etwa oder Ökoprofit für Unternehmen sowie eine Klimawoche mit zahlreichen Veranstaltungen.

Zum Hintergrund: European Energy Award

Beim European Energy Award handelt es sich zum einen um eine Auszeichnung für Kommunen, die ihre umweltpolitische Verantwortung wahrnehmen und Maßnahmen zum Klimaschutz umgesetzt haben. Zum anderen ist er ein Managementsystem, mit dem die Kommunen die Qualität ihrer Energieproduktion und -nutzung bewerten und regelmäßig überprüfen können. So erkennen und erschließen sie Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz. Erfolge bei der Energieeinsparung, der rationellen Energieverwendung und der Nutzung erneuerbarer Energieträger werden zertifiziert. Den European Energy Award GOLD erhält eine Kommune, wenn sie mindestens 75 Prozent der möglichen Maßnahmen umsetzt.


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