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Heimische Bauern sind in Berlin angekommen

Trampeltrecker und Stiefel für das Brandenburger Tor

Dienstag, 26. November 2019 - 08:19 Uhr

von Christiane Göke

Zahlreiche Bauern sind unterwegs nach Berlin zu einer Großdemo. Auch heimische Landwirte sind bereits am frühen Montagmorgen gestartet. Mit einigen halten wir in den kommenden drei Tagen Kontakt und berichten hier von ihrer Fahrt und den Eindrücken in der Bundeshauptstadt. Wir werden regelmäßig hier berichten und weitere Informationen rund um die Demo aufbereiten.

Foto: pd

Angekommen in Berlin: Die Borkener Landwirte sind am frühen Dienstagmorgen in Berlin angekommen.

KREIS BORKEN. Nach mehreren Großdemos geht es für die Landwirte aus der ganzen Bundesrepublik nun nach Berlin. Einige heimische Bauern beteiligen sich an einer Staffelfahrt zur Bundeshauptstadt. Sie fahren eine bestimmte Anzahl an Kilometern und dann übernehmen die nächsten Landwirte.

Dienstag:

Eindrücke von der Demo

17.47 Uhr: Christoph Aehling zieht ein erstes Fazit: „Die Demo war für uns ein Teilerfolg. Einerseits war es überwältigend, so viele Trecker und Bauern auf die Straße zu bekommen und den Zusammenhalt aller Bauern zu spüren. Aber leider wurden wir bis jetzt noch nicht von der Politik erhört. Deshalb werden wir wohl wiederkommen, um unseren Sorgen und Forderungen noch mehr Druck zu verleihen.“

17.30 Uhr: Die Busse des landwirtschaftlichen Kreisverbandes Borken fahren wieder Richtung Heimat. Laut WLV-Pressesprecher Stephan Wolfert war der Kreis Borken mit rund 200 Teilnehmern und etwa 100 Traktoren bestens in Berlin vertreten. Einige der Westmünsterländer seien schon am Sonntag angereist, andere Dienstag früh gegen halb vier Uhr losgefahren. Die Landwirte seien freundlich in der Hauptstadt empfangen worden. Bei der Kundgebung habe mit Bettina Hueske aus Südlohn auch eine Landwirtin aus der Region gesprochen. Und: Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (Ahaus) habe sich eine halbe Stunde Zeit genommen und mit den heimischen Bauern diskutiert. Wolferts Fazit nach der dritten Demo binnen weniger Wochen: „Wir haben mit unserem Thema deutlich mehr Menschen erreicht als zuvor“. Es gebe einen großen Zusammenhalt der heimischen Landwirtschaft.

Bis sie aus Berlin herauskommen, wird es wohl noch einige Zeit dauern. Alle gezeigten Bilder und Videos stammen von den Landwirten vor Ort.

Rückreise aus Berlin

15.07 Uhr: Für die Borkener Landwirte heißt es in Berlin gleich erst einmal warten. Dadurch, dass sie ganz vorn am Brandenburger Tor stehen, können sie auch erst als letzte aus Berlin abreisen. Für sie geht es dann erst wieder zu dem befreundeten Landwirt zurück, dort können sie wieder übernachten. Die Heimfahrt werden sie am Mittwoch antreten. Für die Landwirte, die mit Bus und Bahn angereist sind, geht es noch heute wieder zurück.

Die Demo ist im vollen Gange

Landwirte sind in Berlin

11.31 Uhr: In Berlin füllt es sich immer mehr. Zahlreiche Landwirte strömen vor die Bühne.

Protest in Berlin geht los

Foto: pd

8.40 Uhr: Die Landwirte in Berlin bekommen auch noch weitere Unterstützung aus der Heimat. Zwei Busse sind heute Morgen mit knapp 160 Landwirten aus dem Borkener Kreisverband in Richtung Berlin gestartet. Andere Landwirte aus dem Kreis Borken werden von Hamm aus mit einem Sonderzug von RLV und WLV nach Berlin reisen.

Foto: pd

8.36 Uhr: Die Stimmung unter den Landwirte aus Borken und Umgebung ist gut. Sie waren eine der ersten Truppen die am Morgen in die Hauptstadt gefahren ist und sie stehen dadurch mit ihren Treckern mitten vorm Brandenburger Tor und werden später alles im Blick haben. „Wir quatschen viel und haben auch schon Kollegen getroffen, die man eher selten sieht. Das ist toll“, berichtet Christoph Aehling aus Marbeck. Bei den Berlinern kommen vor allem die kleineren Trecker gut an.

Foto: pd

Gegen 12 Uhr soll das Hauptprogramm für die Demo starten. Auf der Bühne werden dann nach und nach Redner auftreten. Von 11 bis 11.50 Uhr gibt es eine Länderrunde. Mit dabei werden die einzelnen Verbände sein. Danach wird Johanna Madelkow um 12 Uhr die offizielle Begrüßung sprechen. Danach geht es mit Rednern für die Landfrauen, Winzer und Pferdehalter weiter. Auch Kommunalpolitiker sollen auftreten. Bundesagrarministern Julia Klöckner wird gegen 14.15 Uhr auf der Bühne erwartet. Um 15 Uhr soll die Veranstaltung enden.

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Früh ging es für die Landwirte aus dem Kreis Borken aus dem Bett und rein in die Hauptstadt. Sie haben unter anderem vor dem Brandenburger Tor zahlreiche Gummistiefel und Trampeltrecker aufgestellt.

Sie sind bereits in Kolonne quer durch die Bundeshauptstadt gefahren. Ein Frühstück war mittlerweile auch schon drin.

Landwirte sind in Berlin

16.32 Uhr: Die Landwirte aus dem Kreis Borken sind in Berlin angekommen. 51 Trecker werden gerade auf einem Acker aufgereiht.

Landwirte sind angekommen

16 Uhr: So sehen die Routen in Berlin aus:

Route 1: Landesgrenze B96 Oranienburger Chaussee - Berliner Straße – Oraniendamm – Oranienburger Straße – links Roedernallee – links Lindauer Allee – Residenzstraße – rechts Marktstraße - rechts Seestraße – links Beusselstr. – links Alt-Moabit – rechts Gotzkowskystraße – links Levetzowstraße – Altonaer Straße – Großer Stern – Straße des 17. Juni.

Route 2: Landesgrenze B2 Dorfstraße – Malchower Chaussee - Berliner Allee – rechts Ostseestraße – Wisbyer Straße – Bornholmer Straße – Osloer Straße – Seestraße – links Beusselstraße – links Alt-Moabit - rechts Gotzkowskystraße – links Levetzowstraße – Altonaer Straße – Großer Stern – Straße des 17. JuniLassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.

Route 3: Landesgrenze B1 Alt-Mahlsdorf – Alt-Kaulsdorf – Alt-Biesdorf – Alt-Friedrichsfelde – Frankfurter Allee – Karl-Marx-Allee – rechts Otto-Braun-Straße – links Mollstraße -

Torstraße – Hannoversche Straße – Hessische Straße – links Invalidenstraße – rechts Alt Moabit – links Stromstraße – Lessingstraße – links Altonaer Straße – Großer Stern – Straße des 17. Juni

Route 4: Landesgrenze B96 Kirchhainer Damm - Lichtenrader Damm – Mariendorfer Damm – Tempelhofer Damm – Platz der Luftbrücke – Mehringdamm – Wilhelmstraße - links Hallesches Ufer – Potsdamer Brücke – Reichpietschufer – Von-der-Heydt-Straße – rechts Klingelhöferstraße – Hofjägerallee - Großer Stern – Straße des 17. Juni

Route 5: Landesgrenze B5 Hamburger Chaussee – Heerstraße – Theodor-Heuss-Platz – rechts Kaiserdamm - Bismarckstraße – Ernst-Reuter-Platz – rechts Str. d. 17. Juni - Großer Stern – Straße des 17. Jun

15.21 Uhr: Die Landwirte aus dem Kreis Borken haben die Elbe überquert und stellen fest, dass sie immer mehr werden. Sie haben sowohl einen anderen Konvoi eingeholt und weitere Trecker schließen sich aktuell von hinten an.

Foto: pd

13.10 Uhr: Ein paar neue Eindrücke von der Staffelfahrt und der Fahrt nach Berlin. Die Fahrer Richtung Berlin bleiben die kommenden Stunden auf der B 188. Es geht für sie dort etwa 81 Kilometer einfach geradeaus.

Weitere Eindrücke von der Staffelfahrt

12.33 Uhr: Frühstück, fahren, kleine Pausen zum Essen und Tanken. So sieht aktuell die Tour der Landwirte Richtung Berlin aus. Aktuell befinden sich einige von den Fahrern hinter Wolfsburg andere noch in der Nähe von Osnabrück.

Foto: pd

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Andere Landwirte, wie der Marbecker Christoph Aehling, fahren bis nach Berlin, um an der Demo teilzunehmen.

Landwirte unterwegs nach Berlin

Er berichtet, dass viele von ihnen ihre Trecker mit Tiefladern bis kurz vor Berlin fahren und erst dann mit ihnen in die Stadt. Neun Treckerfahrer sind um 3 Uhr gestartet. Sie ziehen jeweils einen Tieflader mit jeweils zwei Treckern. 16 Lastwagen aus dem Raum Borken sind gegen 6 Uhr gestartet.

Sechs bis sieben Stunden unterwegs

„Wir haben über Kontakte einen Landwirt kurz vor Berlin kennengelernt. Das ist unser Ziel für Montagabend. Dort werden wir übernachten und dann die letzten Kilometer am Dienstag in die Stadt fahren“, berichtet Aehling im Vorfeld. Er schätzt, dass sie mit den Lastwagen sechs bis sieben Stunden unterwegs sind. Die Kollegen, die von hier mit den Treckern fahren, werden wohl 13 bis 14 Stunden Fahrzeit vor sich haben.

Foto: pd

Neun Trecker mit Tiefladern: Bereits gegen 3 Uhr sind die Fahrer losgefahren.

Michael Kapell ist einer der Treckerfahrer, die Richtung Berlin unterwegs sind. Damit die Trecker die ganze Zeit rollen, sind sie mit mehreren Fahrern unterwegs. Damit sie sich in ihren Pausen gut ausruhen können, sind auch Begleitfahrzeuge unterwegs. So kann gewährleistet werden, dass die Trecker immer fahren.

Infos vom WLV

Laut Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband treffen sich Treckerfahrer um 10.30 Uhr in Bottrop, um sich der Staffelfahrt anzuschließen. Sie fahren von dort in einem polizeibegleiteten Konvoi nach Essen. Die Borkener haben dann bis Dortmund die Leitung des Treckerkorsos. Der Konvoi wird quer durch NRW fahren. Es geht von Bonn bis nach Bielefeld.

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Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

© Rentel

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

© Rentel

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Landwirte starten in Raesfeld zur Demonstration

Für die Landwirte ist es nicht die erste Demo, aber wohl die größte, die in den kommenden Tagen stattfindet. Sie wollen auf ihre fehlenden Zukunftsperspektiven für ihre Familien aufmerksam machen. „Tausende Protestanten aus ganz Deutschland werden mit der Aktion am Montag und Dienstag abermals gegen weitere Ordnungsrechtsverschärfungen, vor allem im Zuge des Agrarpakets, die Stimme erheben.“

Vorbereitungen in Berlin

In Berlin selbst sind bereits erste Vorkehrungen getroffen werden. Da knapp 5000 Trecker und 10.000 Teilnehmer erwartet werden, gehen die Verkehrsinformationszentrale und die Polizei davon aus, dass der Verkehr in der Innenstadt zum Erliegen kommen wird. Laut „Der Tagesspiegel“ sind die Bismarckstraße und der Kaiserdamm zwischen Ernst-Reuter-Platz und Witzlebenplatz als Parkplätze für die Trecker ausgeschildert. Laut Polizei ist dann in der Zeit von 6 bis 15 Uhr für die Fahrbahnen und die Mittelstreifen ein Halteverbotsbereich eingerichtet. Zudem wird der Bereich komplett gesperrt, sobald die ersten Trecker einfahren. Es werde kein Individualverkehr, kein Lieferverkehr und kein Taxenverkehr zugelassen.

Foto: pd

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Die Raesfelder Landwirte starteten in Richtung Essen, um an der Staffelfahrt teilzunehmen.

Foto: pd

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Die Borkener Landwirte stehen mit ihren Treckern direkt vorm Brandenburger Tor.


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