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Kreis Borken

Handwerkermobil startet im kommenden Jahr

WFG, zdi-Zentrum und Kreishandwerkerschaft arbeiten gemeinsam an Projekt

Sonntag, 2. August 2020 - 07:00 Uhr

von Borkener Zeitung

Metalloberflächen bearbeiten, aus Holz etwas Eigenes bauen, Elektronik erleben – handwerkliches Arbeiten kann Schülern nicht nur Spaß machen, sondern am Ende auch zu einem Beruf für sie werden. Das jedenfalls hoffen die rund 5000 Handwerksunternehmen im Kreis Borken. Denn auch sie stehen vor dem Problem, dass ihnen zunehmend Fachkräfte fehlen.

Foto: pd

KREIS BORKEN. Damit die Handwerksunternehmen Schülern möglichst frühzeitig die Vielfalt der handwerklich-technischen Berufsfelder zeigen können, soll künftig ein „Handwerkermobil“ Schülern und Schülerinnen der Klassen fünf bis sieben im Kreis Borken die Möglichkeit geben, handwerkliche Projekte, Aktionen und Workshops zu erleben und ihre Fähigkeiten zu testen. Dafür hat jetzt der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rund 72.000 Euro bereitgestellt. Das Mobil soll Ende 2021 erstmals zu den Schulen fahren.

Idee, Konzeption und Umsetzung des neuen Handwerkermobils stammen von dem unter dem Dach der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG) angesiedelten zdi-Zentrum.

Foto: pd

Freuten sich über den Förderbescheid (von links): WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider, Kirsten Vennemann (WFG), Katharina Reinert (WFG), Christoph Bruns (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft), Landrat Dr. Kai Zwicker, Daniel Janning, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Veronika Droste (WFG) und Thomas Venhorst (Kreishandwerkerschaft).

„Das Handwerkermobil ist ein tolles, wirklich völlig neuartiges Angebot für die so wichtige Berufsorientierung im handwerklich-technischen Bereich, das mich von Anfang an begeistert hat“, so Landrat Dr. Kai Zwicker. WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider ergänzt: „Bewusst Akzente zur Fachkräftesicherung im Handwerk zu setzen ist gerade auch in diesen Tagen wichtig – auch vor dem Hintergrund vieler noch unbesetzter Ausbildungsstellen, damit das Handwerk als tragende Säule unserer regionalen Wirtschaft weiter gestärkt wird.“

Für die WFG und das zdi-Zentrum freuten sich Katharina Reinert, Leiterin der WFG-Fachkräftesicherung, sowie Veronika Droste und Kirsten Vennemann vom zdi-Zentrum über die Förderung. Laut Reinert hätten so die Lehrer die Möglichkeit, mit dem Mobil neue Projekte oder Ganztagsangebote anzubieten. Schülerinnen und Schüler können dann vor Ort in Kleingruppen unterscheidliche handwerkliche Arbeiten und Aufgabenstellungen anpacken.

Auch die Kreishandwerkerschaft freut sich über dieses neue Angebot als weiteren Baustein der Nachwuchssicherung, und unterstützt es mit personellen Ressourcen. Man begleite das Projekt gern durch die Entwicklung praxisorientierter Workshopmodule entlang der Handwerksinnungen und freue sich auf die Zusammenarbeit, so Hauptgeschäftsführer Christoph Bruns und Daniel Janning, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Borken. Federführend wird Thomas Venhorst, Referent für Öffentlichkeitsarbeit, von der Kreishandwerkerschaft das Projekt begleiten.