Kreis Borken

Friseure klagen über Schließung der Salons

Innungsobermeisterin meldet sich zu Wort

Dienstag, 12. Januar 2021 - 06:30 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

Dass man Mitte Dezember wieder habe schließen müssen, findet Yvonne Honerbom, Innungsobermeisterin der Friseur-Innung Westmünsterland, „sachfremd und nicht gerechtfertigt“. Hier meldet sie sich zu Wort.

Foto: BZ-Archiv

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KREIS BORKEN. Als „sachfremd und nicht gerechtfertigt“ hat jetzt die Innungsobermeisterin der Friseur-Innung Westmünsterland, Yvonne Honerbom, die erneute Schließung der Friseursalons vor Weihnachten bezeichnet. Die Friseursalons seien seit dem Ende des ersten Lockdowns im Mai „weder in unserer Region noch überregional eine Quelle für das Infektionsgeschehen“ gewesen, so Honerbom in einer Pressemitteilung. Es sei nicht nachvollziehbar, dass man Mitte Dezember wieder habe schließen müssen, „um eine Gleichbehandlung mit anderen Branchen zu erreichen“, sagt sie.

Mit Blick auf die zunächst bis 31. Januar geplante Schließung der Friseursalons sagt Honerbom: „Viele Betriebe haben damit in dieser Form nicht gerechnet.“ Die Friseure hätten davon ausgehen können, dass deren Anstrengungen und Investitionen in Sachen Infektionsschutz und Hygiene sowie die Belastungen der Mitarbeiter Früchte tragen würden.

Eine Absage erteilte Honerbom Versuchen, die Schließung der Betriebe durch Schwarzarbeit zu umgehen. Hier komme es darauf an, dass eklatanten Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung strikt und konsequent nachgegangen werde, so die Obermeisterin. Honerbom sagte zudem, dass das Friseur-Handwerk von vielen Wirtschaftshilfen ausgeschlossen sei. Notwendig seien unter anderem steuerlichen Entlastungen der Betriebe.