Kreis Borken

Coronavirus: So entstanden die Neuinfektionen im Kreis Borken

Reiserückkehrer melden sich nicht / Acht Fälle nach Fußballspiel

Freitag, 4. September 2020 - 12:57 Uhr

von Borkener Zeitung / Christiane Göke

In Borken, Raesfeld und Reken hat es in den vergangenen Tagen mehrere Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben. Diese sind auf ein Infektionsgeschehen beim SV Schermbeck zurückzuführen. Zudem haben sich 83 Reiserückkehrer nicht beim Kreis Borken gemeldet, obwohl dies eine Corona-Bestimmung ist.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Symbolbild

KREIS BORKEN. Dem Kreisgesundheitsamt des Kreises Wesel wurden am vergangenen Sonntag gemeldet, dass ein Vereinsmitglied des SV Schermbeck mit dem Coronavirus infiziert ist. Das Kreisgesundheitsamt Wesel teilte tags darauf die ermittelten Kontaktpersonen, die im Kreis Borken leben, dem Kreisgesundheitsamt Borken mit. Von dort wurden dann bei diesen Personen Tests veranlasst und sie gleichzeitig unter Quarantäne gestellt. Zudem liefen weitere Umfeldermittlungen an, teilt der Kreis Borken mit.

Dabei haben sich bis Freitag acht bestätigte Infektionsfälle ergeben: 1 Person in Reken, 2 Personen in Borken und 5 in Raesfeld. Dabei handelt es sich um insgesamt drei Mannschaftsangehörige, die wiederum Familienangehörige infiziert haben. Sie alle und weitere Kontaktpersonen befinden sich in behördlich angeordneter Quarantäne. Die Ermittlungen hinsichtlich möglicher weiterer Kontaktpersonen halten an.

Weitere „Reiserückkehrer“ sind infiziert

Die Thematik „Reiserückkehrer“ ist im Kreis Borken weiterhin aktuell und das aus zwei Gründen, schreibt die Kreisverwaltung in einer aktuellen Mitteilung weiter.

1. Von den derzeit 31 aktuell infizierten Personen im Kreisgebiet sind 12 Reiserückkehrer, davon 9 aus Südosteuropa und der Türkei.

2. Das Kreisgesundheitsamt Borken wertet laufend die ihr zur Verfügung gestellten „Aussteigekarten“, die Rückkehrer aus Risikogebieten bei ihrer Ankunft an deutschen Flughäfen ausfüllen müssen, für seinen Bezirk aus. Aktuelles Ergebnis: Insgesamt 83 im Kreis Borken lebende Personen haben sich nach ihrer Rückkehr nicht beim Kreisgesundheitsamt – wie vorgeschrieben – gemeldet. Über die örtlichen Ordnungsämter werden diese Personen nun kontaktiert. Aufgeklärt wird dabei vor allem der jeweilige Sachverhalt, vor allem ob die Quarantäneverpflichtungen eingehalten wurden oder die notwendige Testung auf das Coronavirus erfolgt ist.

Vor diesem Hintergrund weist der Kreis Borken noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass sich alle Personen, die aus Risikogebieten zurückkommen, unverzüglich beim Kreisgesundheitsamt melden und vor allem auch ihre Testergebnisse nach Erhalt sofort dort einreichen müssen. Dazu können sie ein im Internet hinterlegtes Formular nutzen. Alternativ haben sie auch die Möglichkeit, sich per Telefon an die Hotline des Kreises Borken mit der Rufnummer: 02861/681-1616 (montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 14 Uhr sowie samstags von 14 bis 17 Uhr) zu wenden. Sie müssen solange in häuslicher Absonderung bleiben, bis vom Kreisgesundheitsamt nach Vorliegen des Testergebnisses über das weitere Vorgehen entschieden ist.