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Kreis Borken

Coronavirus: 7238 mal floss Soforthilfe in den Kreis Borken

Eine erste Bilanz

Donnerstag, 4. Juni 2020 - 12:20 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

Mehr als 7200 Unternehmen und Selbstständige aus dem Kreisgebiet haben wegen der Corona-Krise Mittel aus der sogenannten Soforthilfe bekommen.

Foto: SYSTEM

Nicht nur dieses Geschäft hat unter der Coronakrise gelitten.

KREIS BORKEN. 7238 Solo-Selbstständige, Freiberufler, Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen aus dem Kreis Borken, die von der Corona-Krise betroffen sind, haben bislang einen Antrag im Zuge der sogenannten Soforthilfe von Land und Bund genehmigt bekommen. Damit kommt etwa ein Siebtel der 52.000 im Regierungsbezirk bewilligten Hilfen für die von der Corona-Pandemie getroffenen Unternehmen und Selbstständigen aus dem Kreis Borken. Anträge auf die Soforthilfe konnten die Betroffenen von Ende März bis Ende Mai stellen.

Nach Angaben des Kreises sind dabei im Regierungsbezirk Anträge mit einem Volumen von rund 554 Millionen Euro bewilligt worden.

Größter Anteil im Bereich der Dienstleistungen

Insgesamt verteilen sich die genehmigten Anträge im gesamten Regierungsbezirk auf 31 unterschiedliche Branchen, so die Behörde mit Sitz in Münster. Dabei liege der mit Abstand größte Anteil im Bereich der Dienstleistungen (gut 51 Prozent). Danach kommen die Bereiche Einzelhandel (zwölf Prozent), Handwerk (elf Prozent), Gastgewerbe (zehn Prozent) und Baugewerbe (fünf Prozent) als Branchen mit den meisten Anträgen. So verhält es sich auch im Kreis Borken: Insgesamt fast 3400 Anträge entfallen auf den Dienstleistungs-Sektor. Daneben stammen die meisten Anträge aus dem Einzelhandel (887), dem Handwerk (870), dem Gastgewerbe (765) und dem Baugewerbe (409).

Viel Lob

Landrat Dr. Kai Zwicker begrüßt in einer Pressemittteilung des Kreises erneut das Programm des Landes: „Für die kleinen und mittleren Unternehmen sowie Solo-Selbstständigen ist diese Hilfe in der aktuellen Situation existentiell notwendig“, betonte er. „Für viele Antragsteller ist durch die Corona-Krise plötzlich und unerwartet ihre Existenzgrundlage komplett oder zum großen Teil weggefallen.“ Der Landrat hob zudem hervor, dass die schnelle Umsetzung dieses Förderprogramms viel Lob im Münsterland gefunden habe.

Dr. Heiner Kleinschneider, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG), sagt: „Die Rückmeldungen aus unserem Kreisgebiet waren sehr positiv: Kein Antragsteller wurde allein gelassen.“ Landrat und WFG-Geschäftsführer hoffen, dass die Soforthilfe mit dazu beitrage, die kleinteiligen Strukturen der hiesigen Wirtschaft aufrechtzuerhalten, damit es für sie bald wieder aufwärts gehen kann.