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458.000 Euro helfen unheilbar Erkrankten

Sieben Muko-Bike-Touren durch den Kreis helfen Mukoviszidose-Patienten

Montag, 17. Juni 2019 - 20:00 Uhr

von Horst Andresen / pd

Bei der siebten Radlertour durch den Südkreis wurden erneut 54.000 Euro durch Spenden eingesammelt. Ein gutes Ergebnis.

Foto: Veit Dange/muko-life.de

Gruppenbild in Bocholt: (Bildmitte) die Vereinsvorsitzende von muko-life, Silke Sommers, sowie Geschäftsführer Friedhelm Kegelmann mit sympolischen Schecks. 450 Radler sorgten für das gute Ergebnis.

KREIS BORKEN. Den Menschen im westlichen Münsterland bot sich ein schönes Bild: 450 Hobby- und ehemalige Profiradler rollten zwischen Bocholt, Raesfeld, Velen, Borken-Weseke und Rhede-Vardingholt. Sie sammelten, wie berichtet, für die Erforschung der bislang unheilbaren Erbkrankheit Mukoviszidose. Erneut kamen, wie im Vorjahr, 54.000 Euro zusammen. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, zeigte sich Friedhelm Kegelmann, Geschäftsführer des in Rhede ansässigen Vereins muko-life, überaus zufrieden. Insgesamt wurden bisher 458.000 Euro bei sieben Muko-Bike-Touren gesammelt.

Beklemmendes Gefühl

Mit einer ungewöhnlichen Aktion machten die Radfahrer vor dem Start zu 97 Kilometern durch den Südkreis zudem auf die Krankheit aufmerksam, an der alleine in Deutschland mehr als 8000 Menschen leiden; häufig ersticken sie bereits in jungen Jahren qualvoll: Vor dem Startschuss bei Rose Biketown in Bocholt hatte die stellvertretende Landrätin und Vorsitzende des veranstaltenden Vereins Muko-Life, Silke Sommers, zu „30 Sekunden atmen durch eine Makkaroni“ aufgefordert. „Wir wollten mit diesem Selbstversuch unseren gesunden Teilnehmern vor Augen führen, wie beklemmend es sich anfühlt, mit Mukoviszidose zu leben und um jeden Atemzug kämpfen zu müssen“, sagte Silke Sommers. „Auf die Idee brachte uns der Mukoviszidose-Patient Reiner Heske bei der Muko-Bike-Tour 2018. Wir hoffen, dass viele mal einen Selbstversuch wagen und wir so die Krankheit bekannter machen.“

Hilfe durch Mukoviszidose-Forschung

Der Mukoviszidose-Patient Reiner Heske fuhr auch diesmal mit und beobachtet den massenhaften Selbstversuch, den längst nicht jeder über 30 Sekunden durchhält. „Eine solche akute Atemnot kennen viele Mukoviszidose-Patienten nur all zu gut“, erklärte der 48-jährige Patient. „Mich konnte nur noch eine Spenderlunge retten. Zum Glück hilft mir und vielen Patienten die Mukoviszidose-Forschung enorm, ein möglichst langes Leben zu führen.“

  • Die Vorbereitungen zur achten Tour laufen seit Montag – dann mit 500 Teilnehmern. Gespendet werden könne immer, hieß es. Infos dazu:www.muko-life.de

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