Kreis Borken
„Entwicklung istbesorgniserregend“
17.06.2017

Polizei sorgt sich um steigende Unfallzahlen

Die Kreispolizei hat auf eine „besorgniserregende Unfallentwicklung" im Kreis Borken hingewiesen. Anlass war ein tödlicher Radfahrerunfall Anfang der Woche auf der Bundesstraße 67 bei Isselburg-Heelden.

Von Horst Andresen

KREIS BORKEN. Insgesamt starben bereits neun Menschen im laufenden Jahr bei Verkehrsunfällen im Westmünsterland. In 2016 waren es zu diesem Zeitpunkt vier Todesopfer. Besonders gefährdet seien Radfahrer. Der Kreis Borken gehört landesweit zu den Schlusslichtern bei der Zahl der Verunglückten im Straßenverkehr. In lediglich zwei anderen Kreisen in NRW verunglückten pro 100.000 Einwohner mehr Menschen als hier. „Das ist besorgniserregend“, kommentiert Olaf Gottschalk, Direktionsleiter Verkehr bei der Polizeibehörde Borken, die Entwicklung. Die Ursachen seien vielfältig, zwei Faktoren entscheidend:

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  • Erstens: Der Kreis verfüge über ein gut ausgebautes Straßennetz. Darauf würde schnell gefahren – mit verheerenden Unfallfolgen.
  • Zweitens: Das Fahrrad gewinne zunehmend an Bedeutung. Mit einem Radverkehrsanteil von mehr als 32 Prozent gehöre der Kreis zu den beliebtesten Radfahrregionen in NRW. Auch die zunehmende Bedeutung des Münsterlandes als Urlaubsregion und Naherholungsraum spiele eine Rolle. Ein besonderer Appell gehe an Radler, vorsichtig zu sein.

Die Polizei kündigt mehr Kontrollen an – auch, um die verbotene Handynutzung am Lenker im Auto und auf dem Rad zu stoppen. Dies geschehe verstärkt auch mit Zivilkontrollen.

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