Heiden
Ärger nach Jahreshauptversammlung
19.04.2017

Stress beim Heidener Schalke-Fanclub

[Aktualisiert 18.34 Uhr] Was ist beim Heidener Schalke-Fanclub los? In einem Brief an die Redaktion wird von Übergriffen einiger Vereinsmitglieder auf Angestellte der Vereinsgaststätte berichtet.

Von Christiane Göke

HEIDEN. Dicke Luft herrscht beim Schalke-Fanclub Königsblaue Jungs Heiden. Einige Vereinsmitglieder haben sich offensichtlich in der Vereinsgaststätte „Zum Schwaben" deutlich daneben benommen. Nach BZ-Informationen beklagte der Vereinswirt Sebastian Arira vor versammelter Mannschaft, dass sich Mitarbeiter der Gaststätte zunehmend weigern würden, einige Mitglieder des Clubs zu bewirten.

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Vorwürfe von Arira

 

Die Mitarbeiter seien seit über drei Jahren hinweg „beschimpft, beleidigt, ja sogar geschlagen und getreten worden", heißt es in den Infos der Redaktion. In der Sitzung habe Arira gesagt, dass dies vor allem nach Heimspielen des FC Schalke passiert sei. Einige Fans hätten dieses Verhalten aber auch an anderen Abenden in der Gaststätte an den Tag gelegt.

Arira bestätigte dies im Gespräch mit der BZ. „Ich hatte im Vorfeld mit dem Vorstand gesprochen. Ich wollte es in der Versammlung noch einmal vor allen sagen", erklärte er.

Vor diesem Hintergrund erscheint der Umstand in einem anderen Licht, dass eine Mitarbeiterin der Borkener Zeitung am Karfreitag gebeten worden war, den Raum zu verlassen, da es eine nichtöffentliche Veranstaltung sei. Zu dieser war allerdings vorab öffentlich eingeladen worden.
Heidens Bürgermeister Hans-Jürgen Benson, der zweiter Vorsitzender des Clubs ist, hatte diesen Entschluss am Freitag gegenüber der Redaktion damit begründet, dass er der BZ-Mitarbeiterin eine zu lange Sitzung habe ersparen wollen. Von nichtöffentlichen Inhalten war in dem Gespräch keine Rede. Er schlug vor, der Vorstand würde hinterher über die Sitzung informieren, was auch geschah.

Erneutes Gespräch mit Benson

Nachdem die BZ den Vorfall gestern auf der Internetseite öffentlich gemacht hatte, wendete sich Benson erneut an die Redaktion. Während des Telefonats mit der BZ am Freitag habe Sebastian Arira von den Vorfällen berichtet. Benson selbst schilderte, dass er dadurch erst hinterher von den Vorwürfen erfahren habe. Vorher habe er davon also keine Kenntnis gehabt. Dies bestätigten auch andere Vorstandsmitglieder, wie der erste Vorsitzende Herbert Wissing. Mit wem Arira gesprochen habe, wollen sie mit ihm klären.

Weitere Mitglieder meldeten sich in der Redaktion

Auch das Vorstandsmitglied Ludger Derijck hat am Mittwoch in der Redaktion angerufen, nachdem er von der geplanten Berichterstattung erfahren hatte. Er bekräftigte seine Argumentation vom Freitag, dass ein Ausschluss der BZ aufgrund finanzieller Daten notwendig gewesen sei.

Im Gespräch mit der BZ erklärte Arira weiter, dass für ihn das Thema damit abgeschlossen sei. Er geht davon aus, dass die Mitglieder des Clubs nun so viel Zivilcourage zeigen, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Er machte in dem Gespräch auch deutlich, dass er bei weiteren Vorfällen dem Verein keine Räume für ihre Versammlungen und Treffen mehr zur Verfügung stellen wolle.
Die Vorwürfe und das weitere Vorgehen sollen nun im Vorstand des Heidener Schalke-Fanclubs besprochen werden.

goeke@borkenerzeitung.de
Tel. 02861/944-161

Autor: Christiane Göke
Tel: 02861 944-161

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