Heiden
Stellungnahme
20.04.2017

Königsblaue Jungs wehren sich gegen Böse-Buben-Vorwurf

Mit einer Stellungnahme reagiert der Vorstand des Schalke-Fanclubs Königsblauen Jungs Heiden auf die Berichterstattung in der BZ. Sie wehren sich gegen die Vorwürfe, die gegen einige Mitglieder erhoben worden seien.

HEIDEN (pd/gök). „Stress beim Schalke-Fanclub“ titelte die BZ in ihrer Donnerstagsausgabe. Auf die Berichterstattung über die Mitgliederversammlung, in der es auch um vom Gastwirt angeprangertes Fehlverhalten einzelner Fans ging, reagierte der Vorstand der Königsblauen Jungs Donnerstag Nachmittag mit einer ausführlichen Stellungnahme. Tenor: Gegen schwarze Schafe werde man rigoros vorgehen. Ansonsten aber sieht sich der Heidener Fanclub zu Unrecht in ein schlechtes Licht gerückt.

Sitzung sei harmonisch verlaufen

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So betont der Vorstand, dass die Sitzung am Karfreitag sehr harmonisch verlaufen sei. Alle Tagesordnungspunkte seien mit großer Mehrheit, die Vorstandsneuwahlen teilweise sogar einstimmig über die Bühne gegangen. Dass der Vereinswirt Sebastian Arira zu Beginn der Versammlung zunächst zu den Teilnehmern sprechen wollte „und aus diesem Grunde die Mitarbeiterin der BZ gebeten hat, im Gastraum zu warten, stand weder auf der Tagesordnung, noch war den Vorstandsmitgliedern der Inhalt seines Statements bekannt“, heißt es in der Stellungnahme weiter. „Keinesfalls sollte etwas verheimlicht oder vertuscht werden“. Dies sei ja auch im Gespräch zwischen dem zweiten Vorsitzenden Hans-Jürgen Benson und der Vertreterin der Borkener Zeitung zu Beginn der Veranstaltung klargemacht worden. Das gelte für die Finanzen des Vereins ebenso wie für Satzungs- und Personalentscheidungen. Man sei wohl überrascht gewesen, dass im 20. Jahr des Bestehens „erstmals“ die Presse Interesse gezeigt habe, lautet der Erklärungsversuch.

Erstes Gespräch zwischen Vorstand und Vereinswirt

Wie während der Versammlung angekündigt, habe es mittlerweile ein erstes Gespräch zwischen Vorstand und Vereinswirt gegeben. „Dabei stellte sich heraus, dass dieser im Wesentlichen seinen Frust über das Verhalten einiger loswerden wollte, dabei aber keinen Unterschied machen konnte zwischen Fanclubmitgliedern und anderen Gästen.“ Ausdrücklich seien aber Vorstand und Teilnehmer der Versammlung von seiner Kritik ausgenommen worden. Diese seien „zum großen Teil Stammgäste mit tadellosem Verhalten“.

Der Vorstand kündigte an, sich gemeinsam mit dem Vereinswirt und den organisierten Mitgliedern Gedanken zu machen, wie „solche Eskalationen“ in Zukunft verhindert werden könnten. Kritisiert worden waren massive Pöbeleien von Gästen des Lokals gegenüber den Servicekräften. „Der Wirt sollte dabei von seinem Hausrecht Gebrauch machen und die Störenfriede mit Hausverbot belegen“, schlägt der Vorstand vor. Auch werde der Vorstand diesen Fällen nachgehen und den Ausschluss aus dem Fanclub beantragen, „soweit es sich um Mitglieder handelt“.

Enttäuscht über anonyme Infos an die BZ

Enttäuscht hätten sich „alle Beteiligten“ darüber gezeigt, dass sich ein Besucher der Versammlung anonym an die Presse gewandt habe und nicht die Courage gehabt hätte, das Gespräch mit dem Vorstand zu suchen – so etwas sei unter Schalkern unüblich.

In der Stellungnahme wird abschließend das „ausgeprägte soziale Engagement“ des Fanclubs hervorgehoben, beispielsweise die Fahrten mit der örtlichen Lebenshilfe-Gruppe oder mit Kindern zu Trainingseinheiten. Auch im Fan-Bus herrsche ein freundschaftliches Klima, worauf alle Mitfahrer großen Wert legen würden.

Autor: Peter Berger
Tel: 02861 944-163

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