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Wieder Betrug mit „Kaffeefahrt“

Heidenerin erkannte Masche

Mittwoch, 16. Mai 2018 - 13:02 Uhr

von Borkener Zeitung

Die Freude war erst große: Die Adressatin sollte etwas gewonnen haben. Doch dann kam die Ernüchterung, es war mal wieder eine Betrugsmasche. Die Polizei warnt vor „Kaffeefahrten“.

Foto: colourbox

HEIDEN. Es klang zu schön, um wahr zu sein: Ihren Hauptgewinn sollte eine Heidenerin in Empfang nehmen, und eine „gemütliche Fahrt in einen wunderschönen Tag voller Überraschungen“ den passenden Rahmen dazu bilden.

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Post wie diese haben in den vergangenen Tagen viele Heidener erhalten – ein Brief, der nicht geizt mit vollmundigen Versprechungen, heißt es im Bericht der Polizei. Das reicht vom Frühstück am „extra festlich gedeckten Tisch“ über einen Flachbild-Fernseher für alle Ehepaare und Paare über einen Akkustaubsauger, ein Messerset und eine Fritteuse bis hin zu einem reichhaltigen Mittagsmenü.

Statt „Werksmesse“ ist es eine Verkaufsveranstaltung

Um was es tatsächlich geht, findet sich nur am Rande angedeutet. Denn, was die Veranstalter in dem Brief als „Werksmesse“ bezeichnen, stellt in der Regel nichts anderes als eine Verkaufsveranstaltung dar. Wer sich auf die Versprechungen einlässt, landet in einer unangenehmen Situation: Viele können sich dann den psychologischen Tricks nicht entziehen, mit denen überteuerte Waren an die Teilnehmer gebracht werden sollen. Dabei rücken die Verkäufer rhetorisch geschickt nicht selten Produkte in den Blickpunkt, die gut für die Gesundheit sein sollen.

Preis beträgt das 100-fache des Einkaufspreises

Experten sprechen davon, dass auf derartigen Veranstaltungen für die Waren ein Preis verlangt werden könne, der im Extremfall das 100-fache des Einkaufspreises betrage. Den Gewinn machen in solchen Fällen unter dem Strich nicht die gutgläubigen Reiseteilnehmer, sondern immer der Veranstalter.

Der lässt sich in derartigen Einladungen übrigens oft nicht klar ausmachen. Stattdessen findet sich lediglich eine Postfachadresse und als Adressat eine „Reservierungszentrale“ auf dem Anmeldebogen. Und wohin die Reise eigentlich geht, erfährt der „Gewinner“ wohl auch erst unterwegs. Zumindest ein Ziel ist klar: Es ist das Portemonnaie der Passagiere, die sich auf eine solche Tour einlassen.


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