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Kritik an Mindestlohn-Empfehlung

Stellungnahme der KAB Heiden

Samstag, 4. Juli 2020 - 07:30 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

Die zuständige Mindestlohn-Kommission hat in dieser Woche empfohlen, dass der Mindestlohn in Deutschland bis zum 1. Juli 2022 von aktuell 9,35 Euro auf 10,45 Euro steigen soll. Der KAB-Vorsitzende in Heiden, Benedikt Kemper, kritisiert diese Empfehlung.

Foto: Colourbox.de

+++Symbolbild+++

HEIDEN. „Die Mindestlohnerhöhung um 15 Cent zum 1. Januar 2021 und die Erhöhung auf 10,45 Euro erst ab Juli 2022 hält Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Armutsfalle gefangen“, schreibt Kemper. Er macht auf die Online-Petition aufmerksam, die die KAB Deutschland ins Leben gerufen hat und die sich an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil richtet, durch eine Gesetzesinitiative einen armutsfesten Mindestlohn in Höhe von mindestens 13,69 Euro umzusetzen. „Denn Mindestlohn muss vor Armut schützen.“

Zementierung der sozialen Spaltung

Der katholische Sozialverband sieht in der jetzigen Anhebung eine weitere Ausweitung des Niedriglohnsektors und eine Zementierung der sozialen Spaltung in Deutschland. „Mit einer Anhebung auf 10,45 Euro erst ab Sommer 2022 bleibt nach einem langen Arbeitsleben in Vollzeit weiter nur eine Rente von 699 Euro, die weit unter der Grundsicherung liegt“, betont Kemper.

„Stoppt die Armutsfalle Mindestlohn!“ lautet der Titel, unter dem die Petition läuft. Zu finden ist sie im Internet auf der Seite

www.kab.de/mindestlohn-petition