HeidenFREI

Das Osterfest mithilfe eines Kükens erklärt

Jugendgottesdienst am Ostermontag

Mittwoch, 7. April 2021 - 18:30 Uhr

von Edgar Rabe

Da staunten einige der Besucher des Jugendgottesdienstes am Ostermontag in der Heidener St.-Georg-Kirche nicht schlecht. Ein echtes Überraschungs-Ei im XXL-Format stand genau vor dem Altar. Versteckt war niemand in dem großen Ei. Als die Jugendlichen in der Predigt nachschauten, was es mit dem Ei auf sich hatte, fanden sie zwar kein Spielzeug und keine Schokolade, sondern nur ein Ei aus Gips. Dennoch erlebten sie die angekündigte Überraschung. Die hatte sich die Gruppe, die den Gottesdienst organisierte überlegt.

Foto: pd

Pia Grütering, Anna Schlagenwerth, Louisa Meis und Maria Katharina Buß organisierten den Jugendgottesdienst.

HEIDEN .Das Ei fing an zu sprechen. Pia Grütering übernahm den Part des Kükens, das aus dem Innern des Eis berichtete, wie es sich vor dem Schlüpfen wohl darin fühlt. Wie warm und still es darin ist und dass irgendwann jedoch die Luft zum Atmen nicht mehr reiche, wenn das Küken wächst, erklärte Anna Schlagenwerth. Im Verlauf berichtete das Küken über seine Ängste, da es nicht wisse, was draußen auf es warte. Louisa Meis und Maria Katharina Buß, zwei weitere Mitglieder des Organisationsteams, beruhigten es, wiesen auf seinen Eizahn hin, mit dem es sich langsam in die Freiheit picken könne.

„Hört sich an wie bei einem Baby im Mutterleib“, so Maria Katharina Buß. „Das wird wohl auch Zweifel anmelden. Das denkt sich doch auch, ich habe keine Mutter, ich habe sie doch noch nie mit meinen Augen gesehen. Vielleicht gibt es gar kein Leben außerhalb des Mutterleibes“, sagte sie und warf Fragen auf: „Leben wir nicht alle in einem riesigen Ei und außerhalb der Eierschale unserer Welt gibt es nicht mehr? Hat nicht deshalb ein Mensch, der stirbt, Angst, weil er die andere Welt noch gar nicht gesehen hat? Ob es sie überhaupt gibt?“

Es ging im Gottesdienst um den Grund, warum Ostern gefeiert wird. Louisa Meis: „Jesus kam aus dem Steingrab wie das Küken aus dem Ei. Keiner hatte damit gerechnet. Aber Jesus zeigt in seiner Auferstehung, dass wir damit rechnen dürfen. „Wir freuen uns über die Liebe Gottes, die uns an Ostern ewiges Leben verspricht“ sagen die Organisatorinnen.