Heiden

Kirchengemeinde St. Georg Heiden passt Corona-Schutz an

Bistum Münster hat Empfehlung ausgesprochen

Mittwoch, 14. Oktober 2020 - 16:44 Uhr

von Gabi Kowalczik / pd

Bei gutem Wetter im Sommer hatte die katholische Kirchengemeinde St. Georg viele Veranstaltungen nach draußen verlegt. Das ist nun nicht mehr möglich. Welche Regeln nun gelten, erklärt Pfarrer Ende.

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Bei gutem Wetter im Sommer hatte die Gemeinde viele Veranstaltungen nach draußen verlegt. Pfarrer Ende erklärt die neuen Regeln.

HEIDEN (pd/gak). Die katholische Kirchengemeinde St. Georg hat die Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus für Gottesdienste in der Kirche angepasst. Darauf weist Pfarrer Benedikt Ende hin. Hintergrund sei die beginnende kalte Jahreszeit.

Verwirbelung von Aerosolen vermeiden

Das Bistum Münster empfehle den Pfarreien, zum besseren Coronaschutz auf die Luftbewegungen und damit verbundene Aerosole im Raum zu achten, erklärt Ende. Dies gelte insbesondere für Luftbewegungen durch Heizungen oder Luftumwälzungsanlagen. Anlagen, die frische Luft von draußen in einen Raum ziehen, seien sogar gut gegen die Verbreitung von Aerosolen, weiß der Pfarrer. „Das Problem sind die Anlagen, die die Luft nur umwälzen und Aerosole somit noch verbreiten.“

Damit sich die Luft in der Kirche beruhigen könne und eventuell im Raum vorhandene Viren nicht umhergewirbelt werden, sollten solche Anlagen 30 Minuten vor dem Eintreffen der ersten Gottesdienstbesuchern ausgestellt werden, so der Heidener Pfarrer weiter. In der St.-Georgs-Kirche wird dieses Vorgehen nun seit dem 1. Oktober praktiziert.

Um eine ungewollte Verwirbelung von Aerosolen zu vermeiden, werden außerdem Türen und Fenster der Kirche nach den Gottesdiensten für ein „Stoßlüften“ geöffnet und nicht während des Gottesdienstes die Heizungs- und Lüftungsanlage genutzt.

Kühler in der Kirche

Die Pfarrei macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass es aufgrund des neuen Vorgehens im Rahmen des Hygieneplans in den kommenden Wochen und Monaten etwas kühler in der Kirche sein könne, insbesondere an den Fenster- und Türseiten. Die ersten Erfahrungen hätten gezeigt, dass diese Veränderung im Kirchenraum durchaus spürbar seien, sagt Benedikt Ende. Vor allem Gottesdienstbesucher, die in der Nähe der Fenster oder Tür saßen, hätten geäußert, dass ihnen kalt gewesen sei. Ende bittet Mitglieder der Gemeinde, sich auf die kühleren Temperaturen im Gotteshaus einzustellen.

Ansonsten bleiben die Vorgaben zum Infektionsschutz die gleichen, wie es die Heidener seit mittlerweile mehreren Monaten gewöhnt sind. 108 Sitzplätze stehen mit Einhaltung der vorgegebenen Mindestabstände zurzeit in der Heidener Kirche zur Verfügung. Gottesdienstbesucher müssen ihre Kontaktdaten angeben, um im Fall einer Infektion eine Rückverfolgbarkeit zu ermöglichen. Aufgrund der verschärften Regelungen in Bezug auf Feiern rechnet Ende damit, „dass bei uns noch Veranstaltungen ausfallen könnten“. Falls es soweit kommt, werde die Gemeinde rechtzeitig informieren.