Borken
Stephan Werschkull erklärt die Feiertage
13.04.2017

Das kleine Oster-ABC

Ostern ist ein christliches Fest. Das dürfte jedem geläufig sein. Aber an welches biblische Ereignis denken Christen noch gleich an Gründonnerstag? Warum herrscht an Karfreitag Tanzverbot? Und an welchem Tag wird die Auferstehung Christi gefeiert? Zum Glück gehört ein echter Fachmann für solche Fragen zum Schulze-Reporterteam. 

Stephan Werschkull studiert Religionswissenschaft und Geschichte und erklärt an dieser Stelle, was es mit den nächsten fünf Tagen auf sich hat – vom heutigen Gründonnerstag bis Ostermontag.

Gründonnerstag

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Der Gründonnerstag erinnert an das letzte Abendmahl vor Jesus Kreuzigung am Karfreitag. Katholiken wie Protestanten begehen den Tag zumeist mit einem Abendmahlsgottesdienst. In Teilen von Bayern werden am Gründonnerstag bereits die Ostereier gesucht, die dann vom „grünen Hasen“ gebracht wurden. Nach einer alten Bauernregel ist übrigens ein schöner Sommer gewiss, falls es am Gründonnerstag schneit: Ist der grüne Donnerstag weiß, so wird der Sommer heiß.

 

Karfreitag

Am Karfreitag gedenken die Christen der Kreuzigung von Jesus. Mit seinem Tod am Kreuz soll Jesus die Schuld aller Menschen auf sich genommen haben. Im Christentum ist der Karfreitag ein Tag des Verzichts auf Fleisch. Aus ihm leitet sich auch die Tradition ab, dass es allgemein freitags Fisch statt Fleisch zu essen geben soll. In Deutschland gilt der Karfreitag als stiller Feiertag, an dem zum Beispiel ein Tanzverbot herrscht. Das ruft immer wieder Protest hervor. So gaben Kraftklub und KIZ 2012 am Karfreitag in Chemnitz ein Open-Air-Konzert als Zeichen der Ablehnung dieses Gesetzes.

 

Karsamstag

Der Karsamstag erinnert an den Tag der Grabesruhe Jesus. Er wird in der Erwartung der Auferstehung von Jesus begangen. Wie auch der Karfreitag erfreut sich der Karsamstag bei Tunern großer Beliebtheit. Unter dem Motto „Car-Samstag“ kommt es immer wieder zu größeren Treffen der Szene.

 

Ostersonntag

Die Auferstehung Jesu wird am Ostersonntag gefeiert. An diesem Tag endet die Fastenzeit. Gefeiert wird mit einem großen Festgottesdienst und oft auch mit dem beliebten Ostereier-Suchen. Das Osterfeuer stammt aus einem heidnischen Brauch. Es sollte den Winter vertreiben und die neue Saat vor bösen Geistern schützen. Doch auch im Christentum spielt Feuer als Symbol an Ostern eine Rolle: Es symbolisiert die Freude über die Auferstehung.

 

Ostermontag

Der Ostermontag ist der zweite Osterfeiertag, auch an ihm wird die Auferstehung gefeiert. An diesem Tag wird oft an die Geschichte von zwei Jüngern erinnert, die nach der Kreuzigung von Jerusalem nach Emmaus liefen. Dabei gesellte sich ein dritter Mann zu ihnen, der sich als Jesus herausstellt und mit ihnen das Brot bricht. In den orthodoxen Glaubensrichtungen des Christentums wird an diesem Tag oft der Toten des letzten Jahres gedacht.

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