Borken
Verschmelzung der Biodieselfirmen ist vollzogen
21.04.2017

Aus Petrotec wird REG Germany

Logo und Name sind bereits ausgetauscht: Aus Petrotec wird REG. Im Zuge einer Verschmelzung sind 100 Prozent der Aktien der Borkener Petrotec AG auf die REG Germany übergegangen.

Von Michael Schley

OEDING/BURLO. Die Schilder sind ausgetauscht, aus Petrotec wird REG: Im Zuge einer Verschmelzung sind 100 Prozent der Aktien der Borkener Petrotec AG auf die REG (Renewable Energy Group) Germany mit Hauptsitz in München übergegangen. Dem hatte die Hauptversammlung von Petrotec bereits im November zugestimmt.

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Auch im operativen Geschäft am Standort Oeding tritt das Unternehmen ab sofort als REG auf. Das bestätigte Firmensprecher Michael Fiedler-Panajatopoulos. Konkrete Details werde das Unternehmen zeitnah veröffentlichen. Der Entwurf des Verschmelzungsvertrags wurde bereits im September aufgestellt. Die Beschlussfassung über die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Petrotec AG erfolgte auf der ordentlichen Hauptversammlung mit 98,82 Prozent Zustimmung. Die REG Germany AG besaß zu diesem Zeitpunkt bereits 90,58 Prozent des Grundkapitals der Petrotec AG.

 

„Wir brauchen weiterhin jeden Mitarbeiter"

Wesentlicher Inhalt des Beschlusses ist die Übertragung der von den Minderheitsaktionären der Petrotec AG gehaltenen Aktien auf die REG Germany AG als Hauptaktionärin. Das geschieht gegen Gewährung einer „angemessenen Barabfindung“ von 1,06 Euro pro Aktie. Die REG wird sämtliche Rechte und Pflichten der Petrotec aus den dort bestehenden Arbeitsverhältnissen übernehmen. „Für alle ist dieser Vorgang eine positive Geschichte. Wir brauchen weiterhin jeden Mitarbeiter des starken Teams in Deutschland“, erklärt Fiedler-Panajatopoulos.

Die REG wurde mit dem Schwerpunkt Biomasse-basierter Diesel vor zwei Jahrzehnten in Nordamerika gegründet. Der Konzern hat sich zu einem weltweit führenden Biokraftstoffhersteller entwickelt. Die heutige REG-Raffinerie in Oeding produziert jährlich über 85 Millionen Liter Biodiesel. Die Firma mit rund 100 Mitarbeitern gehört zu den Pionieren der Biodieselindustrie in Deutschland.

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Kommentare (2)

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22.04.2017 17:13 von Volker Janzen aus Borken
Dem Kommentar von Herrn Schmitt kann ich nur voll und ganz zustimmen. Eine Anlage mit solch einer Emissionsbelastung im Abstand von weniger als 100m zur Wohnbebauung zu betreiben ist schon fraglich. Fraglich ist auch die genehmigte Gesamtkapazität der betriebenen Fettschmelze. Führen doch schon heute die Geruchs- und Geräusch Emissionen zu vielen Beschwerden in der nahen Nachbarschaft. Wie wird das wohl sein, wenn der Anlagenbetreiber seine Genehmigungskapazitäten voll ausschöpft? Vor diesem Hintergrund ist das dann erst recht keine positive Geschichte.
Aber aus der Geschichte kann ja doch noch eine Positive werden. Herr Fiedler- Panajatopoulos stellen Sie sich den Beschwerden Ihrer Nachbarn (so gehört sich das in eine guten Nachbarschaft) und schaffen endlich Abhilfe.
21.04.2017 10:49 von Michael Schmitt aus Borken
Herr Fiedler-Panajatopoulos wird in dem Beitrag zitiert: "Für alle ist dieser Vorgang eine positive Geschichte." Nein - ist es nicht. Für die Anwohner in Burlo, die in unmittelbarer Nähe des Firmengeländes leben, heißen 85 Mio. Liter Biodiesel auch, dass etwa 4250 LKW benötigt werden, um die produzierte Masse zum Abnehmer zu transportieren. Etwa die gleiche Menge LKW werden benötigt, um den Rohstoff (Fette aus Gastronomie u.a.) zum Firmengelände zu transportieren. Die Zahlen sprechen für sich, wenn man bedenkt, dass die Transportwege mitten durch unser Wohngebiet (Dunkerstraße) führen. Darüber hinaus führen die Anwohner seit Jahren Beschwerde über die wiederkehrenden, erheblichen Geruchsbelästigungen, die von dem Firmengelände ausgehen. Gerade in den vergangenen Tagen wurden wieder mehrere Telefonate mit dem Kreis Borken diesbezüglich geführt. Nein, Herr Fiedler-Panajatopoulos, das Thema ist für uns als Anwohner keine positive Geschichte. Ich bin gespannt, ob und wie der Kreis Borken und die Stadt Borken sich zu diesem Thema aufstellt ist, wenn man bedenkt, dass über diese Nachricht hinaus bereits massive Beschwerden über die Zunahme des Schwerlastverkehrs im Rahmen einer anderen Bürgerinitiative geführt werden.
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