Borken

Weihbischof Hegge erinnert an Einweihung der Michaelskapelle vor 70 Jahren

Rückblick auf die „Geburtsstunde“

Montag, 28. September 2020 - 18:30 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

Im Innenhof der Jugendburg feierten Weihbischof Dr. Christoph Hegge und Burgkaplan Ralf Meyer einen Gottesdienst anlässlich der Altarweihe vor 70 Jahren in der Michaelskapelle.

Foto: pd

Der Gottesdienst fand im Innenhof der Jugendburg statt.

GEMEN. Wie die Michaelskapelle der Jugendburg Gemen vor 70 Jahren zu ihrem Namen gekommen ist, wusste Weihbischof Dr. Christoph Hegge nicht. „Bischof Michael Keller, der die Burg gegründet hat, hat den gleichnamigen Erzengel bestimmt sehr verehrt“, äußerte er seine Vermutung mit einem Augenzwinkern. Der Regionalbischof für das Kreisdekanat Borken war auf die Jugendburg gekommen, um mit einem Gottesdienst an die Altarweihe vor 70 Jahren zu erinnern.

Träger der Flamme Gottes

Damit auch Mitglieder des Vereins der Freunde und Förderer der Jugendbildungseinrichtung sowie Nachbarn der Burg und Vertreter der Gemener Gruppen und Verbände unter Corona-Bedingungen teilnehmen konnten, feierte Hegge den Gottesdienst zusammen mit Burgkaplan Ralf Meyer im Burginnenhof. Der Altar stand dabei vor den geöffneten Fenstern der Michaelskapelle.

Dr. Hegge erinnerte an den Erzengel Michael, der im Kampf gegen den Drachen das Böse besiegt habe. „Michael war ein Kämpfertyp, er hat in einer Vision einen Kampf um Gottes Herrschaft geführt und alles Dunkel, alles Böse vertrieben.“ Darum werde er auch als Träger der Flamme Gottes bezeichnet. „Ein starkes Bild“, betonte Hegge und ermutigte dazu, besonders Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Bildern und Visionen dazu zu verhelfen, eine Gottesbeziehung aufzubauen.

Geborgen und behütet

„Seit 70 Jahren lassen sich junge Menschen in dieser Kapelle, in dieser Burg von Christus berühren“, erklärte der Weihbischof, der selbst häufig in der Bistumseinrichtung zu Gast ist und in den Begegnungen mit Firmlingen und Schülerinnen und Schülern immer wieder „kleine Wunder“ erlebt, wie er selbst sagt. „Jugendliche sollen hier einen Raum bekommen, wo sie sich selbst kennenlernen können, wo sie suchen, aber auch ablehnen dürfen“, verdeutlichte er. Eine große Bedeutung hätten dabei all jene, die auf der Jugendburg arbeiten. „Durch Ihr Wort und Ihr Zeugnis lassen Sie die Burg zu einem Raum innerer Strahlkraft werden“, wandte er sich an die Mitarbeiter, die ebenfalls am Gottesdienst teilnahmen.

Weihbischof Hegge wünschte den Verantwortlichen der Jugendburg samt Michaelskapelle, dass sie auch in den kommenden 70 Jahren einen Ort schaffen, an dem sich Jugendliche geborgen und behütet fühlen. „Michael als Erzengel ist dafür ein toller Patron, denn Engel bringen uns Gott nahe.“