Borken

Was die CDU in Borken für die nächsten fünf Jahre verspricht

Blick in die Wahlprogramme, Teil 1

Dienstag, 1. September 2020 - 09:00 Uhr

von Sven Kauffelt

Was planen die Parteien für die kommenden fünf Jahre? Was davon ist besonders teuer, was besonders schwierig umzusetzen, was ist ohnehin schon Konsens? In einer kleinen Reihe wirft die Borkener Zeitung einen Blick auf die Wahlprogramme für die Wahl zum Stadtrat. Den Anfang macht die CDU.

Foto: Sven Kauffelt

Fünf Wahlprogramme hat die CDU aufgelegt, eins davon für die Kernstadt Borken.

BORKEN. Die Union hat das umfangreichste Wahlprogramm und gliedert es nach Ortsteilen. Eine Reihe von Punkten finden sich in den allen fünf Programmen: Verbesserung des öffentlichen WLAN zum Beispiel, auch die Vereine sollen überall unterstützt werden. Bei einem flächendeckenden Vorhaben nimmt die CDU die Stadtwerke offenbar gleich mit in die Pflicht: die Zahl der E-Ladesäulen soll ausgebaut werden. Die baut bisher aber nicht die Kommune, sondern der örtliche Energieversorger.

Die Schwerpunkte in den Ortsteilen:

BORKEN

Das könnte teuer werden:

Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Gelsenkirchener Straße, Hansestraße, Neue Kämpe

Änderung der Ein- und Ausfahrt Vennehof

Neubau / Modernisierung der Schulen

Sanierung Kindergärten

Weiterentwicklung und Ausweisung von Gewerbeflächen

Parkraumerweiterung in der Innenstadt

Das ist schon Konsens in der Politik:

Fortschreibung des Radwegekonzeptes

Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt

Weitere Unterstützung des Einzelhandels und der Gastronomie während und nach der Corona-Pandemie

Barrierefreie Zugänge (Beispiel Parkplatz am Holkensturm)

Und sonst noch:

Entschärfung Parkplatzsituation in Wohnquartieren

Echtzeit-App zum Schulbusverkehr

Baulückenkataster – Flächenentwicklung

Förderung von Mehrgenerationenwohnen

WESTLICHE ORTSTEILE

Das könnte teuer werden:

Erhalt und Förderung der Sporthalle Grütlohn

Erhalt des Gemeindezentrums Westenborken

Instandsetzung der Toilettenanlagen der Engelrading-Grundschule

Das ist schon Konsens in der Politik:

Neues Baugebiet in Marbeck

Neue Kindergarten in Marbeck

Neuer Rasenplatz für den FC Marbeck

(alles Punkte aus dem DIEK für Marbeck)

Weitere Instandsetzung der Wirtschaftswege

Weiterer Ausbau des Radverkehrs

GEMEN

Das könnte teuer werden:

Neue Wohn- und Gewerbeflächen, insbesondere ein ökologisches Baugebiet jenseits der Ahauser Straße

Neugestaltung der „Freiheit“, inklusive des Parkplatzes

Sanierung der Cordulaschule mit Bau eines multi-funktionalen Raums

Das ist schon Konsens in der Politik:

Weiterentwicklung des Hochwasserschutzes

Umsetzung des Radwegekonzeptes

Weitere Instandsetzung von Wirtschaftswegen

Bau des Regenrückhaltebeckens am Kalverkamp

Und sonst noch:

Neu- und Umgestaltung des Parkplatzes an der Cordulaschule

Schließung von Baulücken, weil über 100 bebaubare Grundstücke direkt bebaut werden könnten

Verschönerung des Ortsbildes, insbesondere Holzplatz, Bleiche an der Aa und Klostergarten

WESEKE

Das könnte teuer werden:

Neue Wohn- und Gewerbeflächen

Glasfaserausbau für die „weißen Flecken“ in Weseke mit Förderung

Das ist schon Konsens in der Politik:

Wirtschaftswege erhalten und verbessern

Ausbau von Radwegen und Fahrradstraßen

Und sonst noch:

Belebung von Gaststätten, Fremdenverkehr und Einzelhandel

Schließung von Baulücken

Erhaltung der Schullandschaft

Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen

Ortsbild verbessern

Wirtschaftsförderung und Schaffung neuer Arbeitsplätze

BURLO/BORKENWIRTHE

Das könnte teuer werden:

Ausweisung eines neuen Baugebietes

Weiterer Glasfaserausbau in den „weißen“ Flecken im Außenbereich

Das ist schon Konsens in der Politik:

Ausweitung der ÖPNV-Taktung und Anbindung an die geplante Schnellbuslinie von Gronau nach Bocholt

Umsetzung der erarbeiteten Konzepte zur Gestaltung der „Neuen Mitte Burlo“

Konzept zur Nutzung des Klostersees Burlo

Erhalt und Sicherung des Pfarrgemeindezentrums

Ausweitung des Radwegenetzes

Und sonst noch:

Schließung Baulücken

Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen für Gastronomie

Erhalt und Wiedereröffnung der Klosterpforte Burlo

vorhandene Gewerbeflächen „füllen“, Einzelhandel und Gewerbetreibende stärken

Arbeitsplätze schaffen und erhalten

Aufwertung der Borkener Straße und des Ortsbildes

Was auffällt:

Die CDU hat Flyer für jeden Ortsteil erstellt. Darin führt sie auch sämtliche Projekte an, die in den vergangenen fünf Jahren umgesetzt oder begonnen wurden. So suggeriert sie, sämtliche Bau- und Planungsvorhaben selbst angestoßen und umgesetzt zu haben – vom Glasfaserausbau in Gemen über die Neugestaltung des Farb bis zur Errichtung des Heimathauses in Burlo.