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Voll, voller, Ferienstart...

Stoßzeiten und richtiges Verhalten im Stau

Mittwoch, 11. Juli 2018 - 18:00 Uhr

von Nina Wickel / pd

Die Sommerferien in NRW stehen vor der Tür. Ab Freitag, 13. Juli, werden wieder etliche mit dem Auto oder Wohnmobil in den Urlaub düsen. Auf den Straßen kann es deshalb entsprechend voll werden. Und wo urlauben die Menschen aus der Region am liebsten? Wir haben uns in der Borkener Innenstadt umgehört.

Foto: Colourbox.de

Zum Ferienbeginn wird es auf den Autobahnen wieder voller.

KREIS BORKEN. Endlich Sommer, endlich Ferien – auf geht’s in den wohlverdienten Urlaub. Der ADAC Westfalen erwartet jedoch zum NRW-Sommerferienstart am Freitag, 13. Juli, viele Staus, heißt es in einer Pressemitteilung. Deshalb gibt es hier Infos über Stoßzeiten und richtiges Verhalten im Stau.

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Besser nachts oder am späten Abend fahren

Aus Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und den Niederlanden rollt die zweite Reisewelle. Mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg sind nun in Deutschland überall die Schulen geschlossen. Voll wird es deshalb sowohl auf den Fernstraßen in Richtung Nord- und Ostsee als auch auf dem Weg in den Süden. Zu den klassischen Staustrecken in NRW zählen laut ADAC zum Beispiel die A1 (Köln - Dortmund - Osnabrück), die A3 (Oberhausen - Köln - Frankfurt) und die A61 (Mönchengladbach - Koblenz). Auch auf der A2 (Dortmund - Hannover) und der A45 (Dortmund - Hagen - Siegen) sowie rund um den Kölner Ring (A1/A3/A4) sei erfahrungsgemäß mit viel Verkehr zu rechnen.

Foto: Quelle: ADAC e.V.

Zum Start in die Sommerferien sind diese Strecken im Westen Deutschlands besonders belastet.

Am größten sei die Staugefahr am Freitag zwischen 13 und 20 Uhr, am Samstag von 11 bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 14 bis 20 Uhr. „Am frühen Morgen sowie am späten Abend und in der Nacht sind die Chancen wesentlich besser, mit wenig Staus ans Ziel zu kommen“, sagt Verkehrsexperte Dirk Krüger vom ADAC Westfalen. Sein Rat: Auf jeden Fall ausgeruht losfahren und genug Pausen einplanen. Wer flexibel ist, sollte auf einen anderen Reisetag unter der Woche ausweichen, zum Beispiel auf den Dienstag.

Umfrage zu den Urlaubszielen

170 Baustellenabschnitte

Ein erhöhtes Staupotenzial hätten, vor allem an den Wochenenden, die etwa 170 Baustellenabschnitte auf den Autobahnen. Etwas Erleichterung verspreche man sich vom erweiterten Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen, das seit dem 7. Juli bis Ende August immer samstags von 7 bis 20 Uhr gilt.

Foto: Quelle: ADAC e.V.

Die größten Staufallen im Sommer 2018.

Auf folgenden NRW-Strecken werde es in den Sommerferien die meisten Baustellen geben: A1 Köln - Dortmund - Osnabrück, A2 Recklinghausen - Dortmund, A3 Köln - Breitscheid, A4 Aachen - Köln, A40 Duisburg - Essen, A42 Duisburg - Herne, A45 Hagen - Dortmund, A46 Neuss - Wuppertal, A57 Köln - Rheinberg, A59 Bonn - Köln, A565 Meckenheim - Bonn.

Um staugeplagte Autofahrer zu unterstützen, seien zum Ferienstart am Freitag und Samstag, 13. und 14. Juli, Stauberater des ADAC auf den Autobahnen in NRW unterwegs. Sie wollen genervte Urlauber beruhigen, bei der Routenplanung helfen, die Rettungsgasse erklären und Getränke und Spielsachen für Kinder verteilen, um die Wartezeit erträglicher zu machen.

Foto: Colourbox.de

Rettungsgasse bei zwei Fahrstreifen

Rettungsgasse bilden

Bei einem Stau die Autobahn zu verlassen und über Landstraßen zu fahren, bringe generell nur selten einen Vorteil. Auch die Ausweichstrecken seien schnell verstopft. Erst ab Staus von mehr als zehn Kilometern Länge oder bei einer Vollsperrung mache es Sinn, von der Autobahn abzufahren.

Sobald der Verkehr stockt, muss eine Rettungsgasse gebildet werden. Wie das geht, ist eigentlich ganz einfach: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus. Autofahrer auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ansonsten drohen Bußgelder von mindestens 200 Euro und zwei Punkte im Verkehrszentralregister.

Foto: Colourbox.de

Rettungsgasse bei drei Fahrstreifen

Über Einreisebestimmungen informieren

Auch im benachbarten Ausland brauchen Autofahrer gute Nerven. Zwangsstopps von einigen Stunden seien durchaus realistisch. Zu den Problemstrecken zählen laut ADAC die Tauern-, Brenner- und Gotthard-Route sowie die Fernstraßen zu den kroatischen Küsten. Vor der Fahrt sollten sich Reisende über die Verkehrs- und Einreisebestimmungen im Urlaubsland informieren. Die meisten europäischen Länder ahnden Verkehrsdelikte schärfer als Deutschland.

www.adac.de/reise_freizeit/verkehr/aktuelle_verkehrslage

Potenzielle Staustrecken vom 13. bis 15. Juli:

• Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee

• A1 Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg - Puttgarden

• A1/A3 /A4 Kölner Ring

• A2 Dortmund - Hannover - Braunschweig

• A1/A7/A23/A24 Großraum Hamburg

• A3 Oberhausen - Köln - Frankfurt - Nürnberg - Passau

• A5 Hattenbacher Dreieck - Frankfurt - Karlsruhe - Basel

• A6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg

• A7 Hamburg – Flensburg

• A7 Hamburg - Hannover - Kassel - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte

• A8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg

• A9 Berlin - Nürnberg - München

• A10 Berliner Ring

• A11 Berlin - Dreieck Uckermark

• A19 Dreieck Wittstock/Dosse - Rostock

• A24 Berlin - Dreieck Wittstock/Dosse

• A45 Dortmund - Hagen - Gießen - Aschaffenburg

• A61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen

• A93 Inntaldreieck – Kufstein

• A99 Umfahrung München


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