BorkenFREI

Stadtarchiv erweitert Heiratsregister

Service für Familienforscher

Montag, 17. Januar 2022 - 11:00 Uhr

von Borkener Zeitung/pd

Übers Stadtarchiv kann man online nach der Hochzeit von Ur-Oma und Ur-Opa suchen. Die Datenbank beginnt im Jahr 1874.

Foto: pd

Die alphabetischen Namenslisten der Borkener Standesämter zwischen Oktober 1874 und 1941 lassen sich nun online durchsuchen.

BORKEN. Das Stadtarchiv erweitert den Blick in die Geschichte der Stadt. Wer in der eigenen Familienhistorie forschen will, kann dort nun eine Datenbank mit allen Hochzeitspaaren einsehen, die zwischen 1874 und 1941 in Borken geheiratet haben.

Die Datenbank ergänzt ein Angebot des Landesarchivs, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Borken. Mitte November 2021 stellte das Landesarchiv auf dem Portal „Archive in NRW“ die Datensätze von rund 3300 Zweitschriften der Heiratsregister für Borken von Oktober 1874 bis einschließlich 1899 online. Familienforscher hatten aber Probleme, diese zu benutzen, denn zu den Daten fehlten bislang die alphabetischen Namensregister. „Dies erschwerte Recherchen am heimischen Computer mitunter deutlich“, hat das Borkener Stadtarchiv erfahren. Aus diesem Grund wird als Ergänzung des Angebots des Landesarchivs die Datenbank mit den Namen aller Personen zur Verfügung gestellt, die seit Oktober 1874 vor den Standesbeamten traten.

Minutiöse Kleinarbeit eines Genealogen

Das nun veröffentlichte und vom Ahauser Genealogen Alfons Nubbenholt erstellte Verzeichnis enthält jedoch nicht nur die Personen bis 1899. Berücksichtigt wurden fast 8600 weitere Datensätze mit allen Namen bis zum Ende des Jahres 1941, was der aktuellen 80-jährigen Fortführungsfrist der Heiratsregister entspricht. Erst nach Ablauf von acht Jahrzehnten dürfen Heiratsregister an das Stadtarchiv abgegeben werden.

Das Vorgehen des Landesarchivs, die Namensregister nicht zu veröffentlichen, hatte einen Grund, erklärt die Stadtverwaltung. Da diese meist mehrere Jahrzehnte umfassenden Register innerhalb eines Jahres chronologisch fortlaufend geführt werden, wären auch Namen zu Eheschließungen veröffentlicht worden, die noch unter diese Frist fallen.

Alfons Nubbenholt hat die 11.900 Einträge aus den vier ehemaligen Standesämtern Borken, Gemen, Marbeck und Weseke zusammengetragen. Wenn in den online abrufbaren Namensverzeichnissen ein gesuchter Name gefunden wurde, kann dieser im Portal „Archive in NRW“ eingesehen werden. Wen hingegen Eheschließungen zwischen 1900 und 1941 interessieren, der wendet sich weiterhin direkt an das Borkener Stadtarchiv.

stadtarchiv.borken.de