BorkenFREI

Schulstart unter Corona-Bedingungen: So lief es an der Cordula-Schule

Erster Tag für Erstklässler

Donnerstag, 19. August 2021 - 17:16 Uhr

von Peter Berger

Wieder hat ein Schuljahr unter Corona-Bedingungen begonnen. Für die insgesamt 460 Schulanfänger im Stadtgebiet hieß das am Donnerstag: Schultüte in der Hand, und – wie alle anderen Mitschüler und Lehrer – Maske im Gesicht.

Foto: Peter Berger

Die Klasse 1c ist unterwegs zur ersten Schulstunde.

GEMEN. Klassenlehrer Lukas Seggewiß hat in der 1c der Cordula-Schule die Namensschilder verteilt, nur das für „Franz“ noch nicht. Franz hat nicht aufgezeigt – was für ein Stofftier auch nicht weiter verwunderlich ist. Franz ist das Klassen-Maskottchen der Schulanfänger – ein knuffiges Zebra, das an der Buchstabentafel sitzt und den ersten Schultag der 19 Mädchen und Jungen der „Zebra-Klasse“ noch ein Stückchen spannender macht.

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Erster Schultag in der Cordula Grundschule

„Gespannt, aber mit mehr Gelassenheit“

Es sei erstaunlich, wie verständig insbesondere die Kinder auf die Corona-Bedingungen reagiert hätten, blickt Schulleiterin Christel Bernard zurück. „Gespannt, aber mit mehr Gelassenheit“ gehe sie nun ins neue Schuljahr.

Das ist schon zum Auftakt in der Christus-König-Kirche zu spüren, als Bernard im Dreiviertel-Stundentakt in vier annähernd gleichen Andachten Kinder und Eltern begrüßt. „Jede Klasse ist anders“, wehrt sie lachend ab. Während der Pandemie habe man gelernt, mit möglichst viel Flexibilität auf die regelmäßigen Änderungen zu reagieren, „die wir nicht vorhersehen können“, so die Schulleiterin. Hauptsache, der Präsenzunterricht könne aufrechterhalten werden. Zu den Faktoren, die das möglich machen sollen, zählen die Fensterventilatoren, die demnächst installiert werden.

Foto: Peter berger

Lukas Seggewiß stellt Franz, das Klassen-Maskottchen, vor.

„Meine erste erste Klasse“

Für die Erstklässler ist das umso wichtiger, weil sie erstmal Schule und Mitschüler kennenlernen sollen und wollen. Deswegen dürfen sie im Klassenzimmer die Maske mal kurz ablegen, „damit wir uns auch ganz ins Gesicht sehen können“, sagt Klassenlehrer Seggewiß. Während die Eltern in der Turnhalle bei einem Kaffee beisammenstehen, vergeht für den Nachwuchs die erste Schulstunde wie im Fluge. Nach dem Verteilen der Namensschilder erklärt Seggewiß den Sinn des Aufzeigens: „So reden wir nicht alle durcheinander.“ Als er dann fragt, wer denn aufgeregt sei an seinem ersten Schultag, recken fast alle Schüler ihre Finger in die Höhe. Das sei er übrigens auch ein bisschen: „Das ist meine erste erste Klasse“, sagt der junge Grundschullehrer.

Foto: Peter Berger

Andacht mit Schultüte.

Auf die Toilettenpause (die etwa die halbe Klasse nutzt) lässt Seggewiß eine Geschichte von Leo, dem Leselöwen folgen – und, kaum dass er begonnen hat, ist der allererste Schultag schon fast wieder herum. Endlich Zeit, die Schultüten aufzuschnüren. Die neben Süßigkeiten und Schulzeug auch manch anderes enthalten, was das Erstklässler-Herz begehrt. Die neuesten Hörspielfolgen der Drei Fragezeichen zum Beispiel.