BorkenFREI

Polizei warnt vor Betrug per SMS

Vermeintliche Paket-Benachrichtigungen

Donnerstag, 8. April 2021 - 12:46 Uhr

von Sven Kauffelt

Die Polizei warnt vor Betrugs-SMS, die als vermeintliche Paket-Benachrichtigungen getarnt sind. Hinter dem mitgelieferten Link verbirgt sich eine Schadsoftware, die Daten aus dem Smartphone abgreift.

Foto: Sven Kauffelt

Solche Nachrichten werden aktuell massenhaft verbreitet. Die Polizei rät eindringlich, nicht auf den Link zu klicken.

BORKEN. Mit einer Welle von SMS versuchen Betrüger aktuell, an Daten von Handybesitzern zu kommen. Die Nachrichten sollen dazu verleiten, auf einen Link zu klicken. Am meisten verbreitet scheinen Hinweise auf eine vermeintliche Paketlieferung zu sein – die es natürlich nicht gibt.

Die Polizei warnt eindringlich, auf keinen Fall auf den Link zu klicken. Dieser führt zu einer Schadsoftware, die sich auf dem Smartphone installiert und die Daten abgreift. „In manchen Fällen entwickelt sich daraus ein regelrechtes Schneeball-Prinzip“, berichtet die Polizei zu der Masche, „die Täter greifen Kontakte aus dem gekaperten Handy ab und schicken auch an diese ihre SMS-Nachrichten. Die SMS-Kosten kommen dann unter Umständen auf den Inhaber des gehackten Handys zu. Durch das Anklicken des Links in der SMS von dem nun bekannten Absender findet das Schneeballsystem dann seine Fortsetzung.“

Im Fall einer erhaltenen Nachricht rät die Polizei sogar zu rigorosem Vorgehen: „Empfänger sollten die Nachricht löschen, ihr Smartphone zur Sicherheit in den Flugmodus versetzen und ihren Internetprovider informieren. Wer eine der betrügerischen Nachrichten erhalten hat, sollte auch überprüfen, ob durch den Empfang der SMS bereits Kosten entstanden sind. Sinnvoll ist es in jedem Fall, eine Drittanbieter-Sperre einzurichten und damit dem Zahlungsweg über die Mobilfunkrechnung einen Riegel vorzuschieben.“

Die Herkunft der Nachrichten ist unklar. Die Urheber werden im Ausland vermutet, was eine Ermittlung der Täter nahezu unmöglich macht, wie Polizeisprecher Frank Rentmeister einräumt: „In solchen Fällen gibt es praktisch keine Ermittlungsansätze.“ Aufklärung sei daher das einzige Rezept.