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Parkhaus nun „völlig unrealistisch“

Brinkstraße

Freitag, 12. Oktober 2018 - 12:00 Uhr

von Peter Berger

Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing hat die Platzierung eines Parkhauses an der Ecke Brinkstraße/De-Wynen-Gasse, wie es die SPD befürchtet, ausgeschlossen.

Foto: Edgar Rabe

Die Häuser links hat die Stadt gekauft. Ein konkretes Konzept für diesen Teil der Brinkstraße gibt es noch nicht.

BORKEN. Dies sei „völlig unrealistisch“, sagte sie nach der Stadtratssitzung zur BZ. Damit rudert sie im Vergleich zu früheren Äußerungen zurück: Darauf angesprochen, warum die Stadt die drei Häuser an der Brinkstraße gekauft habe, hatte Schulze Hessing Anfang April gegenüber der BZ erklärt, dass dies „ganz klar“ mit der Zielrichtung geschehe, die Häuser abzureißen und an ihrer Stelle ein Parkhaus zu bauen.

Wie berichtet, ging es bei diesem Thema am Mittwochabend im Stadtrat hoch her. Frank Richter (CDU) hatte der SPD Populismus vorgeworfen. Das von den Sozialdemokraten entworfene Parkhaus-Szenario entspreche in keiner Weise der Beschlusslage. Die SPD hingegen wollte ihren Antrag gegen Abriss und Parkhaus als „politisches Signal“ verstanden wissen, um Fehlplanungen vorzubeugen.

Kein Klotz

Schulze Hessing mahnte gestern dazu, über die Quartiersentwicklung sachlich weiterzudiskutieren. Viele Faktoren seien zu berücksichtigen, sicherlich auch das Parken. Die 120 Stellplätze, die von einem Gutachter in diesem Bereich der Innenstadt für erforderlich gehalten werden, könnten möglicherweise auf unterschiedliche Weise und an mehreren Stellen realisiert werden. Konkret geplant ist bereits, am Piepershagen am Diebesturm städtische Altbauten für eine ebenerdige Parkfläche abzureißen. Auch könne im Falle eines Neubaus von Gebäuden auch eine Tiefgarage den Bedarf teilweise abdecken. All das soll in „städtebaulicher Qualität“ geschehen. Einen „Klotz“ werde es nicht geben, so die Bürgermeisterin. Zu berücksichtigen seien auch die historische Dimension und Denkmalschutz-Aspekte. In dem Gebiet befanden sich einst das Kloster Marienbrink und die Synagoge. Ein weiterer Dreh- und Angelpunkt ist die Caritas, die ihren Hauptsitz an der Turmstraße hat. Unklar ist, wie weit die Umzugs-Absichten gediehen sind.

Beschlossen ist noch nichts. Bevor ein konkretes Konzept für das 8000 Quadratmeter große Gebiet aufgestellt werde, wolle die Verwaltung zunächst Eckpunkte definieren und einen Zeitplan für die nächsten Schritte aufstellen. Schulze Hessing kündigte einen moderierten Prozess an. Die Bürger würden daran beteiligt.

Bürger sollen beteiligt werden

Zugleich bedauerte die Bürgermeisterin, dass die Bewohner der von der Stadt gekauften Mietshäuser an der Brinkstraße nicht früher informiert worden seien. Die Stadt als Eigentümerin peilt einen Auszug der Bewohner für den Verlauf des kommenden Jahres an. Selbstverständlich sei man bei der Suche nach anderen Wohnungen behilflich. Ob die Stadt weitere Immobilien im und am Planbereich ankaufen will, ließ Schulze Hessing offen.

Ulrike Fritz-Hummelt 12.10.201814:05 Uhr

Erfreulich.

Ulrike Fritz-Hummelt 12.10.201814:05 Uhr

Erfreulich.


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