BorkenFREI

Neue Radroute verbindet die roten Bänke

Von Borken über Gemen nach Weseke

Freitag, 5. August 2022 - 13:00 Uhr

von Borkener Zeitung

Drei rote Bänke sind durch eine Aktion des Büros für Chancengleichheit in Borken, Gemen und Weseke zu finden. Die Wanderroute, die bislang die Bänke am Borkener Marktplatz und an der Freiheit in Gemen miteinander verbunden hat, wurde nun bis zum Heimathaus in Weseke erweitert. So mausert sie sich zu einer Radroute.

Foto: pd

Caroline Schlottbom (links), Leiterin der Tourist-Information, und die Gleichstellungsbeauftragte Carina Sienert weisen auf die Radroute hin, die die roten Bänke miteinander verbindet.

BORKEN . „Da die Route auf lange Sicht alle auch noch folgenden roten Bänke ansteuern wird, wäre eine Wanderung wohl an einem Tag nicht ganz zu schaffen“, erläutert die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Borken, Carina Sienert. „Aus diesem Grund haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen, eine Route für eine Radtour anhand des Knotenpunktsystems anzubieten“, ergänzt Caroline Schlottbom, Leiterin der Tourist-Information. Die Route führt vom Marktplatz aus an der Jugendburg vorbei. Anschließend geht es durch den Sternbusch weiter nach Weseke. Der Rückweg zurück nach Borken verläuft durch die Bauernschaft Gemenwirthe.

Der vollständige Streckenverlauf ist auf dem Komoot-Account der Tourist-Information Borken zu finden. Komoot ist eine Navigations-App, die Radfahrer und Wanderer zum Beispiel auf dem Smartphone installieren können. Wer sich für die Tour interessiert, muss im eigenen Komoot-Profil die „Tourist-Information Borken“ als Freundin hinzufügen und ihr folgen.

Runder Tisch gegen häusliche Gewalt

Die Rote-Bank-Aktion wurde von der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Borken zum 20-jährigen Bestehens der „GewAlternativen“, des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt, initiiert. Sie geht zurück auf die Aktion „Panchina rossa“ (rote Bank) aus Italien. Seit 2016 wird dort so auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht, Menschen werden zum Thema „geschlechtsspezifische Gewalt“ informiert und sensibilisiert. „Die Farbe Rot steht hierbei symbolhaft für das vergossene Blut der Frauen, die unter häuslicher Gewalt leiden“, betont die Gleichstellungsbeauftragte Carina Sienert.

Hinweise auf Hilfsangebote

An den roten Bänken ist jeweils eine Plakette angebracht, die über Hilfsangeboten für betroffene Frauen, Männer und Kinder sowie Angehörige informiert. Ein QR-Code, der mit dem Smartphone eingelesen werden kann, führt zur Internetseite der „GewAlternativen“, wo weitere Hilfsmöglichkeiten aufgeführt sind.

Im Laufe der nächsten Jahre sollen auch in den anderen Ortsteilen rote Bänke installiert werden, um für die Thematik zu sensibilisieren und auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen, teilt die Stadtverwaltung mit. Gestaltet werden diese von unterschiedlichen Borkener Gruppen. Die Einweihung soll jeweils im Rahmen der Möglichkeiten um eine Veranstaltung ergänzt werden.