BorkenFREI

Nach Tod von Ponys: Keine Hinweise für vorsätzliches Handeln

Ermittlungsstand der Polizei

Montag, 19. April 2021 - 14:14 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

Nach schweren Verletzungen mussten am Freitag zwei Ponys eingeschläfert werden. Sie hatten auf Wiesen in Borken gestanden. Es wurden Spuren entdeckt, die darauf hindeuteten, dass die Tiere gejagt worden sein könnten (wir berichteten). Am Montag teilte die Polizei mit, dass sich keine konkreten Anhaltspunkte für vorsätzliches Handeln von Menschen als Ursache für die schwere Verletzung bzw. den Tod der Tiere feststellen ließen.

Foto: pixabay

+++Symbolbild+++

BORKEN. Die Halterin eines Shetland-Ponys stellte am Freitagmorgen fest, dass dieses lahmte. Die hinzugezogene Tierärztin diagnostizierte einen schwerwiegenden Knochenbruch und musste das Pony einschläfern. Äußere Verletzungen hatte das Pony (21 Jahre alt) nicht.

Das Pony stand zusammen mit zwei anderen Ponys auf einer Weide an der Coesfelder Straße/Borkener Straße. Die Halterin erstattete am späten Freitagnachmittag eine Online-Anzeige bei der Polizei und machte den Fall in sozialen Medien öffentlich (wir berichteten).

Zu der Verletzung kam es in der Nacht zum Freitag. In dieser Nacht verendete ein weiteres Shetland-Pony (20 Jahre alt) auf einer zirka 1,5 Kilometer entfernten Weide. Das Tier wies keine äußeren Verletzungen auf und der Halter erstattete keine Anzeige, da er nicht von Fremdverschulden ausgeht.

Viele Spekulationen

Die Ermittlungen der Kripo Borken ergaben keine konkreten Anhaltspunkte für vorsätzliches Handeln von Menschen als Ursache für die schwere Verletzung/den Tod des einen Ponys bzw. für den Tod des zweiten Ponys. Das teilt die Polizei mit. Ausgeschlossen seien weder ein bewusstes Treiben der Ponys durch Menschen noch ein fahrlässiges In-Paniksetzen – zum Beispiel durch laute Motorengeräusche – oder ein Treiben durch Wildtiere oder eine sonstige Panik-/Verletzungsursache.

In den sozialen Medien habe es zwar viele Spekulationen gegeben; konkrete Hinweise zur tatsächlichen Ursache oder verdächtigen Beobachtungen zu Personen oder Fahrzeugen lägen aber nicht vor, so die Polizei weiter.

  • Sollten Zeugen entsprechende Hinweise geben können, werde diese gebeten, sich an die Kripo in Borken unter der Rufnummer 02861/9000 zu wenden.