BorkenFREI

Musik soll Grenzen überwinden

Therapie-Fortbildung für Ehrenamtliche im 3Eck

Dienstag, 26. Oktober 2021 - 10:30 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

Um Ehrenamtlichen, die mit Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten, die Möglichkeiten der Musiktherapie aufzuzeigen, hat es im 3ECK der Stadt Borken jetzt eine Fortbildung für die Bereiche Integration und Musiktherapie gegeben.

Foto: pd

Prof. Yolanda Bertolaso (l.) und Prof. Karl Hörmann stellten Möglichkeiten der Musiktherapie vor. Die Integrationsbeauftragte der Stadt Borken, Brigitta Malyszek, (r.) hatte die Fortbildung organisiert.

BORKEN. Musik, Gesang, Kunst und Tanz fördern das Wohlbefinden von Körper und Seele. Diese Medien können dazu beitragen, die Erinnerung an Verlust, die Trauma-Verarbeitung und die Integration zu gestalten. Unter den vielen nach Deutschland geflüchteten Menschen gebe es viele traumatisierte, unter psychischen Problemen leidende Menschen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Borken. Musiktherapie sei ein Mittel, um seelische Zustände positiv zu beeinflussen. Um Ehrenamtlichen, die mit Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten, die Möglichkeiten der Musiktherapie aufzuzeigen, hat es im 3ECK der Stadt Borken jetzt eine Fortbildung für die Bereiche Integration und Musiktherapie gegeben.

Mit Musik Verbindungen zu Geflüchteten aufbauen

Als Referenten konnte die Integrationsbeauftragte der Stadt Borken, Brigitta Malyszek, den Musiktherapie-Experten Prof. Karl Hörmann und Prof. Yolanda Bertolaso, die ehemalige Leiterin des Universitätsstudiengangs Tanztherapie in Münster, gewinnen. Die Fachleute stellten den professionellen Einsatz der Musik-, Kunst- und Tanztherapie vor und gaben den Teilnehmern der Fortbildung praktische Tipps, wie sie mit Musik (sprachliche) Grenzen und Barrieren überwinden können.

Im „Haus der Begegnung“ in Borken gibt es regelmäßig Musik-, Kunst-, und Literatur-Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund. Unterstützt wird die Arbeit durch das Ehrenamt. „Die Informationen aus der Fortbildung sollen den ehrenamtlich Tätigen bei der Betreuung helfen“, so Brigitta Malyszek. Musik könne ein gutes Hilfsmittel sein, um Verbindungen zu geflüchteten Menschen aufzubauen.