BorkenFREI

Mehr Arschbomben wagen

Neulich im Freibad

Freitag, 30. September 2022 - 10:30 Uhr

von Peter Berger

Der Turmkieker Peter Berger hat vor ein paar Tagen von einer Geschichte eines Kollegen im Freibad gehört, welche er gerne mit den Lesern teilen möchte. Denn vielleicht steckt ja ein tiefer Sinn dahinter...

Foto: Schwarze-Blanke

Die Freibadsaison ist zwar schon ein paar Wochen vorbei, folgende Begebenheit verdient aber auf jeden Fall eine lobende Erwähnung: Ein werter Kollege, der sich seit einigen Monaten glücklich schätzen darf, der Alters- beziehungsweise Güteklasse Ü 60 anzugehören, berichtete von einer spätsommerlichen Mutprobe, als er mit seinem Enkelkind in der Badeanstalt war. Wie man so zusammen schwamm und planschte, fühlte sich der junge Opa an seine (fast) ein halbes Jahrhundert zurückliegende Jugendzeit erinnert. Damals hatte er in genau jenem Freibad sein Talent für spektakuläre Arschbomben entdeckt.

In seinem immer noch jugendlichen Leichtsinn wollte er seinem Enkelsohnemann nun zeigen, dass er seit damals nichts verlernt hat. Jedenfalls ließ er sich vom Aufsichtspersonal extra den Dreier freigeben. Und sprang. Und wie! Wie der Kollege im Nachhinein erzählte, muss er dabei nicht die schlechteste Figur abgegeben haben. Hoch abspringen, alles anspannen, Knie zur Brust ziehen, den Rücken möglichst gerade lassen und erst beim Eintauchen leicht nach hinten kippen (was für den perfekten Platsch besonders wichtig ist). Das Ergebnis konnte sich offenbar sehen lassen: Wasser spritzte, Enkel staunte, und der Springer war froh, dass er keinen schmerzhaften Bauchfletscher hingelegt hatte.

Vielleicht, überlegt der Turmkieker, liegt in solchen Aktionen auch ein tieferer Sinn: Man sollte im Leben mehr Arschbomben wagen.