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Kathrin Vogt ist ein Gesicht der Bistums-Kampagne „Kirchentalente“

Oblatin aus Burlo: „Der Ruf Gottes war lauter“

Donnerstag, 10. Oktober 2019 - 11:00 Uhr

von Gudrun Niewöhner / pd

Ursprünglich wollte Kathrin Vogt Bankkauffrau werden. Nachdem sie die Ordensgemeinschaft der Oblaten kennengelernt hatte, änderte sie ihre Meinung. Heute lebt die 38-Jährige in der ersten deutschen Kommunität in Borken-Burlo – und ist Gesicht der Bistums-Kampagne „Kirchentalente“.

Foto: pd

Schwester Kathrin Vogt von den Oblatinnen aus Burlo unterrichtet Religion am Gymnasium Mariengarden.

BURLO. Bankkauffrau wollte sie werden. „Das war mein Traumberuf“, erinnert sich Kathrin Vogt. Nach der Fachhochschulreife machte sie eine entsprechende Ausbildung. Hängte den Bankfachwirt gleich dran. Die junge Frau aus der Nähe von Fulda war zufrieden. Doch auch nachdenklich. Sie hatte die Ordensgemeinschaft der Oblaten kennengelernt – und Feuer gefangen.

Heute lebt die 38-Jährige mit vier Mitschwestern in der ersten deutschen Kommunität in Burlo und unterrichtet Religion am Gymnasium Mariengarden, einer Privatschule des Ordens. Sie ist außerdem eines von 27 Gesichtern, mit denen das Bistum Münster unter dem Leitwort „Gott sei Dank für dein Talent“ in den sozialen Netzwerken, auf Postkarten und in Fachzeitschriften um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirbt.

2015 Ewiges Gelübde abgelegt

Dass sie mal ins Kloster gehen würde... Kathrin Vogt hätte es nie von sich geglaubt. Doch nachdem sie die Oblatinnen, ein junger, erst 1997 in Madrid gegründeter Orden, kennengelernt hatte, wollte sie immer mehr über das Leben der Schwestern wissen: „Ich habe versucht, so oft wie möglich an den Gebetszeiten teilzunehmen.“ Das Zusammensein in der Gemeinschaft erfüllte die Fuldaerin. Und obwohl sie bei der Bank ihren Traumjob bekam, kündigte Kathrin Vogt nach der Ausbildung: „Der Ruf Gottes war lauter.“

Sie packte den Koffer, ging nach Spanien und legte schließlich 2015 ihr Ewiges Gelübde ab, teilt das Bistum Münster mit.

Weil sie gut mit Geld umgehen kann, wurde Kathrin Vogt schnell Generalökonomin des Ordens. Sie machte zusätzlich eine Ausbildung zur geistlichen Begleiterin und unterrichtete Religion an einer spanischen Schule.

Aufregendes Erlebnis

Die Oblatinnen wollen das Evangelium zu den Menschen bringen, sagt Schwester Kathrin. Weil Deutschland längst Missionsland ist, war schnell der Wunsch da, dort eine Kommunität zu gründen. Burlo erwies sich wegen des nahe gelegenen Gymnasiums Mariengarden als idealer Standort. Seit 2017 leben die Schwestern im Obergeschoss eines Zweifamilienhauses mitten im Wohngebiet: „Wir fühlen uns hier sehr wohl“, sagt Kathrin Vogt. An die Frauen in Ordenskleidern haben sich die Nachbarn gewöhnt, sie sind mittendrin, gehören bei Festen dazu. Neben ihrer Arbeit engagieren sich die Oblatinnen in der Jugend- und Familienpastoral auf Provinzebene der Oblaten.

Dass sie als Gesicht des Bistums Münster vorgeschlagen wurde, rührt Kathrin Vogt ein bisschen. Das professionelle Fotoshooting für die Arbeitgeber-Kommunikation war dann auch ein aufregendes Erlebnis für Kathrin Vogt: „Die Leute am Set haben durch ihre freundliche und nette Art eine Atmosphäre geschaffen, die anfängliches Lampenfieber vergessen ließ.“


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