BorkenFREI

Gymnasium Mariengarden und d.velop kooperieren

Projekt: Informatik aus der Distanz erleben

Mittwoch, 5. Mai 2021 - 09:30 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

Informatik aus der Distanz erleben – das konnten Schüler des Gymnasiums Mariengraden beim Unternehmen d.velop aus Gescher. Schon seit Jahren besteht die Kooperation mit der Firma. Dieses Mal gab es zum Einstieg einen virtuellen Rundgang durch das Unternehmen in Gescher.

Foto: Colourbox.de

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BURLO/GESCHER. Schon seit mehreren Jahren gibt es die Kooperation zwischen dem Gymnasium Mariengarden und der Firma d.velop aus Gescher. Fester Bestandteil ist dabei im Differenzierungsfach Physik/ Informatik ein zweimonatiges Programmierpraktikum, in dem die Schüler lernen, an einem aus einem ganzen Katalog ausgewählten Projekt in kleinen Gruppen so zu arbeiten, wie es in der Praxis bei realen Unternehmen im Bereich der agilen Programmentwicklung auch passiert.

Ein Hauch von amerikanischer Unternehmenskultur

So gab es zum Einstieg in die Programmierung dieses Mal einen virtuellen Rundgang durch das Unternehmen, geführt von mehreren Mitarbeitern. Dabei wurde auch auf die Möglichkeit hingewiesen, Praktika im Unternehmen zu belegen oder auch eine Ausbildung oder ein duales Studium vor Ort zu starten. Die Möglichkeiten auf dem sich zu einem echten Campus entwickelnden Firmengelände sind sehr vielfältig und familienfreundlich – ein Hauch von amerikanischer Unternehmenskultur aus dem Silicon Valley sei deutlich zu spüren, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zurück in der Schule entwickelt sich das Projekt, welches von Anfang an bestimmte Ergebnisse liefern muss, in sogenannten Userstories stetig weiter. In Arbeitsgruppen erstellen die jungen Nachwuchsprogrammierer dazu Wochenpläne und erarbeiten Vorgaben, wer bis zu welchem Zeitpunkt bestimmte Ergebnisse liefern muss. Onlinerecherchen müssen organisiert werden. Und wenn es einmal wirklich irgendwo hakt, so steht ein erfahrener Mitarbeiter von d.velop in jeder Stunde zur Verfügung, um spezielle Fragen zur Programmierung ausführlich und schülerfreundlich zu besprechen.

Win-win-Situation

Für die Schule, die den unmittelbaren Praxisbezug herstellen kann, und das Unternehmen, das auf diese Weise auf einen Berufszweig aufmerksam machen kann, sei das Projekt auch unter Coronabedingungen eine Win-win-Situation. Durch die voranschreitende Digitalisierung war die Zusammenarbeit selbst im Distanzunterricht ziemlich problemlos möglich, berichtet Informatiklehrer Christian Ertner. Deutlich bemerkbar mache sich dabei der Glasfaserausbau in Borken und seinen Ortsteilen und in den Nachbargemeinden – fast alle Schüler gelangen inzwischen mit ausreichend schnellen Leitungen ins Internet, so dass Videokonferenzen und der schnelle Datenaustausch kaum noch Probleme bereiteten. Die Tatsache, dass das Gymnasium Mariengarden allen Schülern kostenfrei identische Office-Software und Videokommunikations-möglichkeiten zur Verfügung stellt, vereinfache die Zusammenarbeit zusätzlich.