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Großbrand Borchers: Der Tag danach

Was wir wissen und was nicht / Warnung wurde aufgehoben

Dienstag, 17. April 2018 - 17:29 Uhr

von Christiane Göke und Nina Wickel

[Update 19 Uhr] Bei der Entsorgungsfirma Borchers in Borken hat es am Montag einen Großbrand gegeben. Wir sammeln in diesem Ticker alle weiteren wichtigen Infos.

Das Löschen mit Schaum war erfolgreich.

BORKEN. Die Rauchwolke von dem Großbrand der Borkener Firma Borchers war weithin zu sehen. Den ganzen Montag über dauerten die Löscharbeiten. Auch am Dienstagmorgen sind nach wie vor 90 Einsatzkräfte vor Ort und löschen.

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19 Uhr: Die Sperrung auf der Landwehr ist mittlerweile aufgehoben.

17.29 Uhr: Wir haben mit der Feuerwehr, dem Geschäftsführer von Borchers und der Bezirksregierung auch über mögliche Kosequenzen für den Betrieb gesprochen.

14.47 Uhr: Aktuell geht die Feuerwehr davon aus, dass sie bis in die späten Arbeitsstunden weiter löschen müssen. Kai Sobbe erläuterte, dass sich die Feuerwehrmänner in mehreren Schichten abwechseln. Am Nachmittag wird der nächste Schichtwechsel stattfinden und die Anzahl der Feuerwehrleute noch einmal reduziert.

14.24 Uhr: Die Landwehr ist nach wie vor zwischen Ramsdorfer Postweg und Dülmener Weg gesperrt.

Nachbericht zum Brand bei Borchers

13.53 Uhr: Das Rote Kreuz hat seit heute Morgen 6.15 Uhr für die Verpflegung der insgesamt 100 Einsatzkräfte gesorgt. Bis morgens war der Malteser Hilfsdienst für die Versorgung zuständig. „Die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte hat wieder bestens funktioniert. Viele kennen sich auch privat, und jeder weiß, was der andere tut“, sagte Einsatzleiter Johannes Raap vor Ort. Im Einsatz waren 16 Rettungshelfer des DRK-Ortsvereins Borken und vier aus Reken.

13.27 Uhr: Noch immer sind Feuerwehrleute im Einsatz, darunter auch die Raesfelder Einsatzkräfte mit zwei Fahrzeugen. Insgesamt waren sie in den vergangenen 24 Stunden mit 26 Einsatzkräften in vier Schichten tätig.

12.25 Uhr: Wir haben uns von Stefan Döking den Sireneneinsatz am späten Montagabend erklären lassen.

Sireneneinsatz nach Brand bei Borchers

11.42 Uhr: Eine unglaubliche Menge Schaum wurde am Montagabend bei Borchers genutzt, um das Feuer zu ersticken. 30.000 Liter wurden ausgebracht. Der Schaum kam nicht nur aus dem Regierungsbezirk Münster, sondern auch aus dem Kreis Kleve, dem Kreis Warendorf, dem Kreis Wesel und der Stadt Duisburg.

10.27 Uhr: Nach Auskunft der Bezirksregierung hat es bei den drei Brandschauen auf dem Borchers-Gelände im Dezember 2016, Mai 2017 und März 2018 keine gravierenden Mängel gegeben.

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10.25 Uhr: Über die Warn-App NINA kam gerade die Information, dass die Warnung aufgehoben wurde. Fenster und Türen können wieder geöffnet werden.

Nach wie vor sind die Bewohner in Gemen, Borkenwirthe, Velen und Heiden dazu aufgerufen Fenster und Türen zu schließen. Auch Lüftungsanlagen sollen abgestellt werden.

Am Montagabend gab es über die Warn-App Nina eine Warnung und eine Entwarung gegen 23.04 Uhr. Die Warnung wurde aber schließlich von der Leitstelle Borken aufrecht erhalten.

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Zudem heulten am Abend die Sirenen, was in Borken und Umgebung zu Irritationen geführt haben muss. Bei dem sozialen Netzwerk Facebook tauschten sich die Menschen aus und fragten nach, was die Sirene bedeuten sollten. Die Stadtverwaltug hatte zuvor über einen Facebook-Post mitgeteilt, dass sich die Winde drehen und daher auch Fenster in Gemen und Borkenwirthe geschlossen werden müssen. Darauf sollten die Sirenen hinweisen. Die Wirkung scheint aber deutlich anders gewesen zu sein.

Großbrand bei Borchers

Was ist passiert?

Gegen 10.22 Uhr, heißt es aus der Borkener Leitstelle, sei die Feuerwehr von dem Brand informiert worden. Stefan Döking sagt später bei einer Pressekonferenz, dass sie die große tiefschwarze Rauchwolke bereits ab dem Feuerwehrgerätehaus sehen konnten. Daraufhin wurde direkt nachalarmiert.

Die Urache für den Brand ist bisher Unklar. Der Firmeninhaber Georg Borchers geht von einer Selbstentzündung des Materials aus. Die Feuerwehr und auch andere Einsatzkräfte wollten sich dazu bisher nicht äußern.

Was hat gebrannt?

Laut Feuerwehr brannte es auf einer Fläche von 6500 bis 10.000 Quadratmeter. Firmenchef Georg Borchers sprach demgegenüber von 2000 Quadratmetern. In Brand geraten waren in zu Ballen gepresste Abfälle. Diese werden als Brennstoff für die Zementindustrie genutzt.

Foto: Feuerwehr Raesfeld

Am Abend wurde die Rauchwolke deutlich heller: Die Löscharbeiten mit Schaum hatten begonnen.

Wer war im Einsatz?

180 Mitglieder der Feuerwehr waren vor Ort im Einsatz. Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr aus unter anderem Heiden übernahmen die Schichte in der Feuerwache, damit Hilfe vor Ort war, hätte es einen weiteren Einsatz in Borken gegeben. Einsatzkräfte aus dem Nordkreis unterstützen im Laufe des Tages in Borken, damit die Feuerwehrleute sich ausruhen konnten. Zudem waren zahlreiche Spezialeinsatzkräfte vor Ort, damit unter anderem die Werte in der Luft gemessen werden konnten. Den ganzen Tag über hieß es, dass diese Werte unbedenklich seien.

Wie wurde gelöscht?

Für die Löscharbeiten wurde Schaum benötigt, der aus dem gesamten Regierungsbezirk Münster organisiert wurde. Damit wurde der Brandherd anschließend „zugedeckt“.

Den weiteren Tagesverlauf können Sie bei uns im Live-Ticker nachlesen.


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