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Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz und Krakau

„Erinnern, nicht vergessen“

Donnerstag, 11. Juli 2019 - 14:31 Uhr

von Stephan Werschkull / pd

Auf die Suche nach den Spuren des Holocausts haben sich 36 Schüler des Gymnasiums Remigianum mit ihren Lehrern Sarah Pöpping und Norbert Terliesner gemacht.

Foto: pd

Schüler des Remigianums reisten nach Auschwitz und Krakau, um die Spuren des Holocausts zu besichtigen.

BORKEN/AUSCHWITZ. Wie die Schule mitteilt führte die Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz und Krakau. Gemeinsam besuchten sie die Konzentrationslager in Auschwitz und das jüdische Viertel Kazimiercz in Krakau.

Führung durch die Baracken

Bereits Monate zuvor hatten die Schüler sich in ihrer Freizeit, in Arbeitsgemeinschaften, auf dieses Thema vorbereitet. Dieser Ort, im Krieg Auschwitz genannt, gilt auch heute noch als Synonym für die Judenvernichtung und das systematische Tötung in Konzentrationslagern während der Zeit des Nationalsozialismust. In Auschwitz und den dazugehörigen Lagern starben über eine Million Menschen durch die Nazis. Guides führten die Schüler durch die Baracken, in denen Ausstellungen zum Leben und Sterben der Inhaftierten gezeigt wurden. Viele Einzelschicksale führten die grausamen Lebensbedingungen deutlich vor Augen.

Außerdem besuchten die Schüler Auschwitz-Birkenau, wo das reale Leben der Häftlinge den Schülern gewahr wurde. Die Führung durch das riesige Gelände mit seinen Baracken, Wachtürmen, Gaskammern und Krematorien habe den Schülern schnell klargemacht, unter welch unmenschlichen Lebensbedingungen die Menschen dort zu Tausenden wie Tiere eingepfercht wurden. Es habe die Gruppe schockiert, zu sehen, dass in einem Bett, das nur ein wenig größer war als das eigene war, sechs Häftlinge, ohne Matratze oder Kissen schlafen mussten.

Bedrückender Ort

Auschwitz, ein Ort, den die Schülern bislang nur aus dem Schulbuch oder aus Filmen kannten, sei ihnen „sehr greifbar“ geworden, so die Schule. Den Mitreisenden sei klar gewesen, dass dieser bedrückende Ort weiter besucht werden solle, um die Erinnerung an die Vergangenheit lebendig zu halten und Gegenpole zu rechtsradikalen Tendenzen in der Gesellschaft zu setzen.

Nach einem Besuch der ehemaligen jüdischen Synagoge in Oświęcim fuhr die Gruppe am dritten Tag weiter nach Krakau, wo unter anderem das jüdische Viertel besichtigt und ihnen weitere Zeugnisse der jüdischen Geschichte vor Augen geführt wurden.

Am Ende der Fahrt seien sich Schüler und Lehrer einig gewesen, dass das lebendige Erinnern an die Zeit deutscher Naziherrschaft auch künftig bleibender Bestandteil des Schulprogramms sein solle. Dadurch könnten junge Menschen sensibilisiert werden, welch schreckliche und leidvolle Folgen die Ausgrenzung von Menschen anderer Rassen und Kulturen haben könne, teilte die Schule mit.


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