BorkenFREI

Die Kugelfetzer werden 40 Jahre

Seit der Jugendzeit wird gekegelt

Mittwoch, 22. September 2021 - 19:30 Uhr

von Borkener Zeitung

Seit der Jugendzeit kennen sie sich. Sie haben teilweise gemeinsam die Schulbank gedrückt oder waren bereits in der Ausbildung und so lag es nahe, dass sie einen Kegelverein gründeten. Die „Kugelfetzer“ gibt es in diesem Jahr nun seit 40 Jahren.Anfangs ging es alle vier Wochen mit dem Fahrrad zum Landhaus Lindenbusch nach Weseke.

Foto: Privat

Das sind die „Kugelfetzer“: Richard Wübbels, Leo Fortmann, Bernhard Alferding, Christoph Becker Hardt, Volker Windhövel, Rainer Schmitz, Manfred Vehlken, Josef Rensing (von links, stehend), Hermann Willing, Remy Alferding, Christof Benning und Dirk Alferding (kniend, von links).

BORKEN . „Das Geld für Bier, Pommes und Kegelbahn war mühsam zusammengespart“, erinnert sich Remy Alferding. Als Vereinssymbol wurde eine blaue Fahne selbst gebastelt und es gab von Anfang an ein Sparschwein. „In dieses fließt auch das Geld nach dem Wiegen. Denn einmal im Jahr wird überprüft, ob wir zu- oder abgenommen haben. Jedes Kilo im Vergleich zum Vorjahr zählt“, erklärt Hermann Willing. So ist immer Geld für Fahrten zusammengekommen. Dabei ging es in benachbarte Städte oder auch mal für mehrere Tage nach Mallorca.

Kegelbahnen öfter gewechselt

In den vergangenen 40 Jahren mussten öfter die Kegelbahnen gewechselt werden, denn einige Gaststätten gibt es nicht mehr – so auch das Bowling-Center oder das Hotel Demming. Heute kegelt die Truppe bei Adria in der Königsberger Straße. Bis heute ist die Vereinssprache Platt.

„Spaß machen auch immer die Kegelturniere, die wir mit anderen Vereinen organisieren“, berichtet Alferding. Toll sei, dass dann auch Truppen über die Stadtgrenze hinweg dazu- kommen. Im August 1991 gab es einen Kegelwettkampf über drei Tage mit anschließender Party. „15 befreundete Kegelvereine waren damals dabei“, ergänzt Willing. Die zwölf Experten konnten sich 1991 den dritten Platz bei der BZ-Kegelparty in der Halle Münsterland sichern.

Halleluja und Nikolaus-Kegeln

Zu den Ritualen gehört das gemeinsame Halleluja-Singen, wenn es „Alle 9“ heißt. „Im Dezember 1984 haben wir das 30 mal gesungen. Das ist bis heute Rekord“, so Alferding. Der jährliche Höhepunkt ist stets das Nikolaus-Kegeln.

In den vier Jahrzehnten mussten die Kegelbrüder bereits ein Mitglied beerdigen.