Bürgermeisterwahl in Borken: SPD nominiert Martin Schulz

Von Borkener Zeitung / pd

Bei der Mitgliederversammlung der Borkener SPD in der Stadthalle Vennehof ist Martin Schulz mit 90 Prozent aller Stimmen zum SPD-Bürgermeisterkandidaten gewählt worden.

Bürgermeisterwahl in Borken: SPD nominiert Martin Schulz

Martin Schulz am Janus-Brunnen auf dem Borkener Marktplatz. Im Hintergrund das FARB (Forum Altes Rathaus Borken).

BORKEN. „Die Menschen mitnehmen durch mehr echte Bürgerbeteiligung“ – das ist eines der Ziele, die Martin Schulz für den Wahlkampf und das Amt hat. In seiner ausführlichen Vorstellungsrede vor den Mitgliedern der Borkener SPD setzte Schulz seine Schwerpunkte für den Wahlkampf und für das Amt des Bürgermeisters.

Umgang auf Augenhöhe

Echte Bürgerbeteiligung, Betroffene mitbestimmen lassen, die Menschen mitnehmen, das liege ihm am Herzen und verbessere das Miteinander in einer Stadt, heißt es in einer Pressemitteilung. Schulz wolle als Bürgermeister eine ganze Reihe von neuen Möglichkeiten für Bürgerbeteiligung einrichten und anregen, so Schulz. Konkret nannte er: regelmäßige Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen aller Borkener Betriebe, ein Jugendparlament, häufiger in den Ortsteilen Gespräche anbieten, einen Seniorenbeirat, in die Vereine und Nachbarschaften gehen und nicht nur digitale Sprechstunden, sondern sich digital austauschen und Anregungen und Meinungen der Bürger aufnehmen.

Wichtig sei ihm hierbei der respektvolle Umgang auf Augenhöhe miteinander. „Das Rathaus ist für die Bürgerinnen und Bürger da, nicht umgekehrt“, so der Kandidat.

Weitere Schwerpunkte in der Vorstellungsrede von Martin Schulz waren die Verbesserung der Hausärzteversorgung, die Erhaltung der Geburtshilfestation im Borkener Krankenhaus, ein Klimaschutzprogramm nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis, der Wohnungsbau und die städtischen Finanzen. Steuererhöhungen lehne er klar ab, so Schulz.

Für den Erhalt der Kaserne in Unna eingesetzt

Im Rahmen seiner Vorstellung ging der Isselburger auch auf seine Zeit bei der Bundeswehr in Borken ein, die er ohne Einschränkungen in bester Erinnerung habe. Daher sei es für ihn selbstverständlich, dass er schnell nach Borken ziehe, wenn er gewählt werde.

Der langjährige Betriebsrat und Personalrat berichtete in seiner Vita unter anderem von seinem erfolgreichen Einsatz für den Erhalt der Kaserne in Unna. Hier habe er erfahren, dass man auch Unmögliches erreichen kann, wenn man gemeinsam arbeite und an den Erfolg glaube.

Fairer Wahlkampf

Den Wahlkampf bis zu den Wahlen am 13. September wolle er offensiv, aber absolut fair führen, mit dem Motto: „Frischer Wind ins Rathaus. „Wir wollen nicht alles anders, aber vieles besser machen“, so Martin Schulz am Ende seiner Rede.