BorkenFREI

Bei der BZ-Abendsprechstunde dreht sich alles um den Gelenkersatz

Talk mit Ärzten ist wieder im Vennehof

Samstag, 20. August 2022 - 13:00 Uhr

von Edgar Rabe und Sven Kauffelt

Die BZ-Abendsprechstunde findet wieder statt. Dabei dreht sich bei der aktuellen Auflage alles um neue Hüften und Knie. Der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Borkener Krankenhaus, Dr. Levent Özokyay, und der Oberarzt der Klinik, Dr. Han van Ochten, werden über Behandlungen und Therapien sprechen.

Foto: pd

Dr. Levent Özokyay ist Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie in Borken und Leiter des Endoprothetik-Zentrums.

BORKEN. Schmerzen beim Aufstehen, beim Gehen, beim Bücken, beim Heben – die Gelenke in unserem Körper sind zwar ein technisches Meisterwerk, können aber auch zur Last werden, wenn sie mit den Jahren ihren Dienst nicht mehr beschwerdefrei erledigen können. „Endoprothetik: Neue Hüfte – neues Knie“ ist das Thema der nächsten BZ-Abendsprechstunde im Rahmen der Veranstaltung „Frag‘ doch mal den Arzt“ – eine Kooperation von Borkener Zeitung und dem Klinikum Westmünsterland.

Am kommenden Dienstag, 23. August, werden der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Borkener Krankenhaus, Dr. Levent Özokyay, und der Oberarzt der Klinik, Dr. Han van Ochten, über Therapie- und Operationsmöglichkeiten informieren und für Ihre Fragen rund ums Thema Hüftgelenks- und Kniegelenksendoprothetik zur Verfügung stehen.

Foto: pd

Modell eines künstlichen Kniegelenks.

Das St.-Marien-Hospital Borken verfügt über eine spezielle Fachabteilung, das Endoprothetikzentrum, und gehört damit zu den Kliniken, die sich auf den Gelenkersatz spezialisiert haben. Rund 450 Operationen an Hüft- und Kniegelenken werden jährlich in Borken vorgenommen. Die Chirurgen verfügen über jahrelange Erfahrung in diesem Bereich und haben zahlreiche Zusatzqualifikationen erworben.

Zu Dr. Özokyays Spezialgebiet gehört die minimal-invasive Hüft-Endoprothetik nach der sogenannten AMIS-Methode. Diese OP-Technik ist die derzeit schonendste Methode für eine Hüftoperation. „Dabei werden keine Muskeln, Sehnen und Nerven auf dem Weg zum Hüftgelenk durchtrennt oder eingekerbt. Diese schonende Behandlung bewirkt auch eine deutlich schnellere Genesungszeit und Rückkehr in den Alltag“, so der Chefarzt.

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BZ-Abendsprechstunde zum Thema Gelenkersatz bei Hü

Im Fokus der Vorträge von Dr. Özokyay und Dr. Han van Ochten steht deshalb genau diese Frage: Mit welchen Methoden ist es möglich, die Gelenke möglichst schonend zu ersetzen? Aber auch: Was sind die Ursachen für schmerzende Gelenke? In den meisten Fällen ist das die Arthrose, der Gelenkverschleiß durch Abnutzung der Knorpel. Der Verlust der Knorpelsubstanz führt dann zu Entzündungen im Gelenk, die bei jeder Bewegung große Schmerzen verursachen können. „In Deutschland leiden etwa fünf Millionen Frauen und Männer unter Beschwerden, die durch eine Arthrose verursacht werden, mit steigender Tendenz“, erklärt Dr. Han van Ochten. „Zwei Millionen Menschen haben sogar täglich aufgrund ihrer Arthrose Schmerzen in ihren Gelenken. Am häufigsten betroffen sind Hände, Knie und Hüften, aber auch alle anderen Gelenke können befallen sein.“

Vorbeugung gegen Arthrose

Ein Automatismus im Alter ist die Arthrose aber nicht. Denn mit regelmäßiger Bewegung lässt sich dem Gelenkverschleiß vorbeugen, der zudem durch Übergewicht forciert wird: Je schwerer der Körper, desto größer die Belastung für die Gelenke – speziell in Knien und Hüfte. Die beiden Mediziner werden daher auch erklären, wie man der „Volkskrankheit“ Arthrose vorbeugen kann und welche Arten von Bewegung besonders hilfreich sind, weil sie gleichzeitig gelenkschonend sind. Kleiner Tipp vorab: Joggen gehört nicht dazu.

Knorpel bilden sich nicht neu

Ist der Gelenkverschleiß einmal fortgeschritten, gibt es keinen Weg zurück mehr. Den zerstörten Knorpel, der sich nicht nachbilden lässt, kann man dann nur durch ein künstliches Gelenk ersetzen. Die gute Nachricht: Die Medizintechnik hat dabei in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Welche speziellen Methoden werden angewendet? Welche Prothesenmaterialien werden eingesetzt? In welchen Schritten läuft eine Behandlung bis hin zum eventuellen Einsatz eines Implantats ab? Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben? Muss ich nachher grundsätzlich in die Reha? Was kann ich mit meinem neuen Hüftgelenk oder meiner Knieprothese nach der OP alles machen – und was geht vielleicht nicht mehr? Auf diese praktischen Fragen gehen die beiden Mediziner am Dienstagabend in der Stadthalle Vennehof ein. Wie immer bei der BZ-Abendsprechstunde haben die Besucher auch die Möglichkeit, am Ende des Abends noch mit persönlichen Fragen auf die Fachleute zuzugehen. Moderiert wird die BZ-Abendsprechstunde von Moderator Philipp Dienberg.

Das sind die Ärzte

Foto: pd

Dr. Levent Özokyay ist seit Anfang des Jahres der neue Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am St.-Marien-Hospital Borken und Leiter des Endoprothetikzentrums. Zuvor war Dr. Özokyay als Chefarzt im Marien-Hospital Wesel tätig. In Wesel verantwortete der 50-Jährige neben der Orthopädie auch das dortige Endoprothetikzentrum PZ, das Traumazentrum und das Alterstraumatologische Zentrum. Dr. Özokyay besitzt neben dem Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie auch den Facharzt für Chirurgie sowie die Zusatzbezeichnungen für spezielle Unfallchirurgie und Handchirurgie. Als Ausbildungsoperateur für Knie- und Hüftgelenksendoprothetik ist er auch in der Aus- und Weiterbildung junger Ärztinnen und Ärzte aktiv. Dr. Özokyay ist verheiratet und hat drei Kinder.

Foto: DELIA TIMMERMANN

Dr. Han van Ochten ist Oberarzt in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im St.-Marien-Hospital Borken. Der 40-Jährige ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatzbezeichnung „Spezielle Unfallchirurgie“. Van Ochten hat an der Erasmus-Universität in Rotterdam Medizin studiert und anschließend seine erste Assistenzarztstelle in Geldern übernommen. Es folgten Stationen in Viersen und Würselen. In der Orthopädie und Unfallchirurgie arbeitete Dr. Han van Ochten zunächst als Facharzt in Nettetal und danach im Marienhospital Wesel.