BorkenFREI

BZ und Lions Club starten Spendenaktion für Ukrainer

Unbürokratische Hilfe vor Ort für Flüchtlinge

Dienstag, 8. März 2022 - 07:59 Uhr

von Peter Berger

Der Krieg in der Ukraine beschäftigt uns alle. Weit mehr als eine Million Menschen sind auf der Flucht. Daher hat die Borkener Zeitung in Zusammenarbeit mit dem Lions Club entschieden die Aktion „Nachbarn helfen“ auf den europäischen Nachbarn auszuweiten. Gemeinsam wird um Spenden gebeten, um den Flüchtlingen hier vor Ort einfach und unbürokratisch zu helfen. Wir freuen uns über jede Spende.

Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa

Menschen tragen ihre Kinder und versuchen am Bahnhof von Kiew in einen Zug nach Lwiw zu steigen. Russland kündigte erneut humanitäre Korridore an, um Zivilisten die Flucht zu ermöglichen.

BORKEN. „Nachbarn helfen“ – das ist der Leitgedanke einer Hilfsaktion, zu der Borkener Zeitung und Lions Club Borken seit mehr als 20 Jahren jeweils in der Vorweihnachtszeit aufrufen, um Not zu lindern. Angesichts des russischen Krieges gegen die Ukraine, der zu einem Fluchtdrama beispiellosen Ausmaßes führt, bitten BZ und Lions nun um Spenden für die ukrainischen Flüchtlinge, die in Borken und Umgebung untergebracht werden. „Wir erweitern unseren Leitgedanken somit auf unsere europäischen Nachbarn“, sagt BZ-Verleger Stephan Schmidt.

Foto: BZ

Wie viele Menschen in Deutschland Zuflucht suchen werden, ist noch unklar. Auf allen Ebenen bereiten sich Behörden und Hilfsorganisationen aber unter Hochdruck darauf vor – so auch in Borken. Zur Unterbringung kann beispielsweise das Tagungshaus des Klosters Mariengarden mit mindestens 100 Plätzen genutzt werden, die Wohnbau Westmünsterland hält 20 leerstehende Wohnungen bereit. Daneben stehen in städtischen Unterkünften noch eine Reihe von Plätzen zur Verfügung.

Große Hilfsbereitschaft

„Generell ist die Bereitschaft, ukrainische Flüchtlinge unterzubringen, in der Borkener Bevölkerung hoch“, stellt Stadt-Pressesprecherin Julia Lahann erfreut fest. Mehr als 60 Privatpersonen hätten sich bereits im Rathaus gemeldet, die insgesamt 125 Plätze zur Verfügung stellen könnten.

Die Flüchtlinge werden über die staatlichen Zuwendungen hinaus Unterstützung brauchen.

„Jegliche Form von Ersthilfe“

Neben dem seelischen Beistand gehe es dabei um „jegliche Form von Ersthilfe“, so Gudrun Weber vom Caritasverband. Angefangen von neuen Handykarten, um mit den Angehörigen in der Ukraine in Kontakt bleiben zu können, über Kleidung, Haushaltsdinge, Sportsachen bis zum Schulmaterial und Dolmetscherkosten. Wichtig sei auch die Finanzierung von Freizeitaktivitäten, die den Flüchtlingen Ablenkung verschafften, sagt Gudrun Weber.

Die Geldspenden sollen in Absprache mit der Caritas und der Diakonie so unbürokratisch wie möglich an die bedürftigen Flüchtlinge verteilt werden.

Das Spendenkonto: „Nachbarn helfen“, VR Bank Westmünsterland, IBAN DE05 4286 1387 0000 0123 45, Stichwort „Ukraine“.

Hinweis: Der Lions Club benötigt für eine Spendenquittung bei Spenden über 300 Euro die Adresse der Spender. Bei einer Spende bis 300 Euro reicht als Nachweis gegenüber dem Finanzamt bei der Steuererklärung der Kontoauszug.