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BZ-Abendsprechstunde: Was das Sodbrennen dauerhaft löscht

Reflux-Krankheit war Thema

Donnerstag, 13. Februar 2020 - 15:00 Uhr

von Gabi Kowalczik

Sodbrennen, Brust- oder Bauchschmerzen, Schluckbeschwerden und Aufstoßen – die Symptome der Refluxkrankheit sind unangenehm. Was alternativ zu Tabletten helfen könnte, darüber informierten Fachleute des Klinikums Westmünsterland am Mittwochabend bei der BZ-Abendsprechstunde im Vennehof.

Foto: Gabi Kowalczik

BZ-Redakteur Edgar Rabe (rechts) im Gespräch mit Dr. Martin Eckers, Dr. Markus Bourry und Dr. Alexander Brock (von links). Nach ihren Referaten beantworteten die Mediziner Fragen aus dem Publikum.

BORKEN. „Ich leide seit 20 Jahren an Sodbrennen. Ich habe einfach keine Lust mehr.“ Mit diesen Worten brachte eine Frau auf den Punkt, was wohl viele langjährige Reflux-Patienten denken. Während der BZ-Abendsprechstunde in der voll besetzten Stadthalle Vennehof sprach die Seniorin am Mittwochabend über ihren Frust: Sie habe immer wieder Beschwerden, könne viele Lebensmittel gar nicht zu sich nehmen. „Und ich soll immer nur noch mehr Tabletten schlucken. Ich möchte aber keine Tabletten mehr schlucken.“

Unangenehme Symptome

Was der Patientin alternativ zu Tabletten helfen könnte, was eine Reflux-Erkrankung überhaupt ist und welche Risikofaktoren es gibt, darüber informierten Fachleute des Klinikums Westmünsterland, das gemeinsam mit der BZ zur Abendsprechstunde geladen hatte. Referenten waren Dr. Martin Eckers, Leitender Oberarzt der Klinik für Innere Medizin am St.-Marien-Hospital, der Chefarzt der Inneren, Dr. Alexander Brock, sowie der Chefchirurg der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Borkener Krankenhaus, Dr. Markus Bourry. Moderiert wurde die 29. Abendsprechstunde von BZ-Redakteur Edgar Rabe.

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BZ-Abendsprechstunde Reflux

© Gabi Kowalczik

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Sodbrennen, Brust- oder Bauchschmerzen, Schluckbeschwerden und Aufstoßen – die Symptome der Refluxkrankheit sind unangenehm. Wer darunter leidet, dessen Speiseröhre schließt nicht richtig, so dass Magensäure in die Speiseröhre – möglicherweise sogar bis in den Mund – fließt. „Ein gewisses Maß an Rückfluss ist ganz normal“, erklärte Dr. Martin Eckers. Zur Krankheit werde das Ganze dann, wenn die Lebensqualität der Betroffenen darunter leide.

Foto: Gabi Kowalczik

Patient Manfred Wedding kann seit seiner Operation beschwerdefrei leben.

Elektroden-Stimulationen

Solange keine Hinweise auf Speiseröhrenkrebs vorliegen, werden Patienten in der Regel zunächst mit magensäurehemmenden Medikamenten behandelt. Zudem empfiehlt Eckers „Allgemeinmaßnahmen“, also das Vermindern von Risikofaktoren. Dazu zählen unter anderem Übergewicht sowie starker Nikotin- und Alkoholkonsum. „Mann zu sein, war ebenfalls schon immer ein Risiko“, ergänzte der Arzt und erntete Lacher aus dem Publikum.

Wenn Medikamente nicht helfen, gibt es auch operative Therapien, die Dr. Markus Bourry vorstellte. Es gebe Verfahren, bei denen Magen und Speiseröhre mit Hilfe von Bändern und Manschetten so in Position gebracht werden, dass sie richtig funktionieren. Eine neuere Methode arbeitet mit Elektroden-Stimulationen. Mit dieser Methode wird Patient Manfred Wedding behandelt. „Ich hatte vorher rund um die Uhr Probleme“, berichtete er. „Seit der Operation bin ich beschwerdefrei.“

29. BZ-Abendsprechstunde

Telefon-Sprechstunde

Ob diese Methode im künftigen Borkener Refluxzentrum angewandt werden kann, ist laut Bourry derzeit aber ungewiss, da die Anbieterfirma insolvent sei. Wie Dr. Alexander Brock sagte, sollen in diesem Zentrum bei zweitägigen stationären Aufenthalten alle nötigen Untersuchungen gebündelt angeboten werden.

  • Am Freitag sind Dr. Martin Eckers und Dr. Markus Bourry für Fragen von 13 bis 14 Uhr telefonisch erreichbar. Dr. Eckers: 02861/971145, Dr. Bourry: 971003.

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