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Älteste Archivakten der Stadt Borken werden restauriert

Stadtarchiv erhält bis zu 17.000 Euro Bundesmittel

Samstag, 28. August 2021 - 18:00 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

Das Stadtarchiv Borken erhält das zweite Jahr in Folge eine KEK-Förderung. Mit dem Geld sollen die ältesten Archivakten der Stadt Borken restauriert werden.

Foto: pd

Für die Restaurierung der Akten bekommt die Stadt Fördergeld.

BORKEN. Bis in das Jahr 1467 reichen die ältesten Aktenbestände der Stadt Borken zurück. Damit zählen sie mit den Urkunden zu den wertvollsten Zeugnissen der städtischen Geschichte. Den spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Stadtprotokollen, Stadt- und Armenrechnungen, Schatzungsregistern und Rechtsakten seien jedoch die Folgen einer jahrhundertelangen Aufbewahrung in Truhen und Schränken anzusehen, heißt es in einer Mitteilung. Um die vielfältigen Schäden – darunter Tintenfraß, Mäusefraß und inaktive Schimmelbelastung – fachgerecht behandeln zu lassen und die Archivalien dauerhaft zu erhalten, bekommt das Stadtarchiv von der Berliner Koordinierungsstelle für den Erhalt schriftlichen Kulturgutes (KEK) noch in diesem Jahr eine 50-prozentige Förderung der Restaurierungskosten von rund 34.000 Euro. Das Fördergeld kommt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Kulturstiftung der Länder.

Archivalien vermutlich Mitte November wieder einsehbar

Damit erhält das Stadtarchiv bereits das zweite Jahr in Folge eine KEK-Förderung. Im vorigen Jahr sind bereits 1100 Archivalien entsäuert worden. Zudem hat ein Fachrestaurator größere Archivbestände auf Schäden und eine erforderliche Restaurierung untersucht.

„Mit der Restaurierung des bis 1815 reichenden Aktenbestandes beginnen wir nun mit der Umsetzung der Empfehlungen“, erläutert Diplom-Archivar Thomas Hacker, der das Vorhaben koordiniert. Voraussichtlich Mitte November werden die rund 260 Archivalien wieder uneingeschränkt einsehbar sein. Die Restaurierung des Bestands „Stadt Borken A“ sei auch deshalb wichtig, weil dieser für die Erarbeitung einer Stadtgeschichte zur 800-Jahrfeier im Jahr 2025/26 benötigt wird, die von Archivleiter Dr. Norbert Fasse und Prof. Dr. Hiram Kümper von der Universität Mannheim konzipiert wird.